
Infos über Kanada und für deine Reise
Wissenswertes über Kanada - Daten & Fakten
Beste Reisezeit für Westkanada und die Rockies
Budget und Kostenübersicht Stand 2025
Wissenswertes über Kanada - Daten & Fakten
Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde und beeindruckt vor allem durch seine Weite. Mit rund 9,98 Mio km² Fläche ist es fast so groß wie Europa und erstreckt sich über sechs Zeitzonen – von Neufundland im Osten bis nach British Columbia an der Pazifikküste. Die Entfernungen sind beeindruckend: Wer von St. John’s im Osten bis nach Vancouver im Westen reisen möchte, legt über 7.000 Kilometer zurück. Und auch von der eisigen Nordküste am Arktischen Ozean bis hinunter in den Süden nach Ontario sind es noch einmal rund 4.600 Kilometer.
Trotz dieser Größe leben nur rund 40 Mio. Menschen in Kanada – die meisten entlang der Grenze zu den USA. Die Hauptstadt ist Ottawa, die drei größten Städte sind Toronto, Montréal und Vancouver. Kanada ist bunt, weltoffen und geprägt von seiner Einwanderungsgeschichte. Kein Wunder also, dass Englisch und Französisch die beiden Amtssprachen sind – in Québec hört man fast ausschließlich Französisch, während in den westlichen Provinzen meist Englisch gesprochen wird.
Was Kanada weltweit berühmt macht, ist seine Natur. Endlose Wälder, türkisfarbene Seen, Gletscher und eine beeindruckende Tierwelt warten darauf, entdeckt zu werden. 48 National Parks schützen diese Schätze, und besonders die Rocky Mountains sind ein Traum für Outdoor-Fans. Wanderer, Camper und Roadtrip-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit dem Banff- und dem Jasper-National Park finden sich hier gleich zwei der bekanntesten Naturhighlights des Landes – Sinnbilder für Kanadas wilde Schönheit.
Auch die Infrastruktur ist beeindruckend: Das Straßennetz umfasst über 1 Mio. km und legendäre Routen wie den Trans-Canada Highway, der das Land von Ost nach West verbindet. Mit mehr als 1.400 Flughäfen ist Kanada ebenfalls gut angebunden; für internationale Reisende sind vor allem Vancouver und Calgary wichtige Drehkreuze.
Provinzen und Territorien
Kanada besteht aus 10 Provinzen und 3 Territorien, die sich vom Atlantik bis zum Pazifik und bis in die Arktis erstrecken. Unsere Route führte uns nach Alberta und British Columbia. Die beiden Provinzen könnten unterschiedlicher kaum sein und haben uns doch gleichermaßen begeistert.

Hier findest du einige Informationen zu den Provinzen, die wir bereist haben.
British Columbia
Eine Reise nach British Columbia entführt dich in eine Welt aus beeindruckenden Bergen, tiefen Regenwäldern, zerklüfteten Küsten und multikulturellen Städten. Die westlichste Provinz Kanadas, oft als „Beautiful British Columbia“ bezeichnet, besticht durch ihre Vielfalt: Von der pulsierenden Metropole Vancouver über die unberührten Landschaften von Vancouver Island bis hin zu den spektakulären National Parks der Rockies gibt es unendlich viel zu entdecken.
Mit einer Fläche von rund 920.000 km² ist British Columbia nach Nunavut, Québec und den Nordwest-Territorien der viertgrößte Landesteil Kanadas. Trotz seiner Größe leben hier nur etwa 5,6 Millionen Menschen, die überwiegend im milden Südwesten rund um Vancouver und Victoria, der Hauptstadt auf Vancouver Island, wohnen.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die Rocky-Mountain-National Parks wie Yoho, Glacier und Kootenay. Ebenso beeindruckend sind die Küstenregionen, wo man Wale, Orcas und Bären in freier Wildbahn beobachten kann. Faszinierend sind auch die Inside Passage – eine malerische Schifffahrtsroute durch Fjorde und Inseln – sowie die alpine Landschaft rund um Whistler, Kanadas bekanntestes Skiresort.
Das Klima reicht von gemäßigt-maritimen Bedingungen an der Küste bis zu kontinentalen Klimazonen im Landesinneren. Während in Vancouver die Winter meist mild und regenreich sind, liegen in den Bergen nur wenige Stunden entfernt tief verschneite Skigebiete. Diese Vielfalt macht British Columbia zu einem idealen Reiseziel das ganze Jahr über.
Alberta
Wenn du eine Reise nach Alberta planst, erwarten dich spektakuläre Bergwelten, türkisfarbene Seen, endlose Prärien und eine beeindruckende Tierwelt. Die westkanadische Provinz, auch bekannt als „Gateway to the Rockies“, besticht durch ihre außergewöhnliche Vielfalt: von den weltberühmten National Parks Banff und Jasper bis hin zu den lebendigen Städten Calgary und Edmonton.
Mit einer Fläche von rund 661.000 km² ist Alberta fast doppelt so groß wie Deutschland, zählt jedoch nur etwa 4,2 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Edmonton, während Calgary als größte Stadt und wichtigstes Wirtschaftszentrum gilt. Alberta liegt in zwei Zeitzonen (Mountain Time und teilweise Central Time Zone) und ist geprägt von extremen Gegensätzen – von den hoch aufragenden Gipfeln der Rocky Mountains bis zu den weiten Ebenen im Osten.
Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Rocky Mountains mit dem Icefields Parkway, der als eine der schönsten Panoramastraßen der Welt gilt. Daneben bieten der Dinosaur Provincial Park, die Badlands und der Waterton Lakes National Park einzigartige Naturerlebnisse. Alberta ist zudem berühmt für sein Outdoor-Leben: Wandern, Skifahren, Kanufahren oder Wildlife-Watching – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Das Klima hängt stark von der Höhenlage ab. In den Bergen erwarten dich kühle Sommer und schneereiche Winter, während die Prärien heiße Sommer und sehr kalte Winter haben. Besonders bekannt sind die „Chinook-Winde“, die im Winter innerhalb weniger Stunden einen Temperaturanstieg von über 20 C° bringen können.
Beste Reisezeit für Westkanada und die Rockies
Bei der Reiseplanung nach Westkanada spielt die Wahl der richtigen Jahreszeit eine wichtige Rolle. Je nach Monat oder Saison kannst du völlig unterschiedliche Eindrücke sammeln – von schneebedeckten Bergen bis zu türkisblauen Seen. Wenn du mit einem Wohnmobil unterwegs bist, eignen sich vor allem die Sommermonate.
Westkanada umfasst verschiedene Klimazonen: An der Pazifikküste von British Columbia herrscht ein mildes, oft regenreiches Klima, während in Alberta kontinentale Bedingungen mit kalten Wintern und warmen Sommern vorherrschen. Auch die Höhe wirkt sich stark aus: In den Rocky Mountains unterscheiden sich die Temperaturen deutlich von denen in den Städten.
Frühling (April bis Juni)
Der Frühling ist eine schöne, aber noch recht wechselhafte Reisezeit. In tiefer gelegenen Regionen werden die Temperaturen bereits milder (10–20 °C), während in den Rocky Mountains oft bis in den Juni hinein Schnee liegt. Viele Wanderwege sind dann noch gesperrt, dafür zeigen sich die Wasserfälle besonders eindrucksvoll. Städte wie Vancouver, Victoria oder Calgary eignen sich im Frühling sehr gut für einen Besuch, da es dort schon angenehm mild ist.
Sommer (Juli bis August)
Der Sommer ist die beliebteste Reisezeit für Alberta und British Columbia. In den Bergen liegen die Temperaturen meist zwischen 20 und 25 °C – ideal für Wanderungen, Kanutouren oder Wildlife-Watching. Auch die bekannten National Parks Banff, Jasper und Yoho sind dann in voller Pracht zugänglich. Allerdings sind die Preise in dieser Zeit am höchsten, und die National Parks können recht voll werden, sodass eine frühzeitige Reservierung ratsam ist. An der Küste bleibt es durch das maritime Klima meist etwas kühler.
Herbst (September bis Oktober)
Der Herbst gilt für viele als eine der besten Jahreszeiten in Westkanada. Die Temperaturen sind angenehm (meist 10–20 °C), die Wälder leuchten in spektakulären Herbstfarben, und die National Parks sind deutlich weniger überlaufen als im Hochsommer. Allerdings kann es in den Bergen bereits ab Ende September schneien.
Winter (November bis März)
Westkanada ist ein echtes Winterparadies und ein Traum für Skifahrer. Alberta ist bekannt für Skigebiete wie Lake Louise oder Banff, während in British Columbia Resorts wie Whistler Wintersportler anziehen. In den Rockies können die Temperaturen sehr kalt werden, an der Pazifikküste ist es dagegen milder, jedoch auch regenreicher. Viele Straßen und Wanderwege in den Bergen sind im Winter gesperrt – dafür locken verschneite Landschaften und vielfältige Wintersportmöglichkeiten.
Budget und Kostenübersicht
Eine Wohnmobil-Tour durch Westkanada und die Rockies ist kein Spartrip, aber eine Erfahrung, die sich absolut lohnt. Mit diesen realistischen Faustzahlen bekommst du ein Gefühl dafür, welche Kosten du einkalkulieren solltest.
Flüge
Je nach Abflughafen – zum Beispiel aus Deutschland, Österreich oder anderen Ländern Mitteleuropas – und abhängig von der Saison liegen die Flugpreise in der Regel zwischen 700 und 1.300 € pro Person. Besonders in der Hochsaison von Juni bis September, wenn viele Reisende nach Kanada aufbrechen, steigen die Preise deutlich an. Wer dagegen in der Nebensaison, etwa im Frühjahr oder Herbst, fliegt, kann oft deutlich günstiger reisen. Frühzeitiges Buchen ist sehr empfehlenswert, da die günstigsten Plätze meist schnell vergeben sind. Auch flexible Reisedaten zahlen sich aus: Schon ein oder zwei Tage früher oder später können einen großen Unterschied beim Preis machen. Zusätzlich lohnt es sich, verschiedene Flughäfen in der Nähe zu vergleichen – manchmal sind Abflüge von Frankfurt, München oder Zürich deutlich günstiger als von kleineren Flughäfen.
Wohnmobil-Miete
Die Preise variieren stark je nach Größe, Ausstattung, Region und Saison. In der Hochsaison (Juli/August) kosten größere Class-C- oder Class-B-Motorhomes rund 250–400 CAD pro Tag, kompaktere Vans oder kleinere Wohnmobile sind deutlich günstiger. Prüfe unbedingt vorher im Mietvertrag die Versicherungen, Kilometergebühren und Zusatzkosten (z. B. Generator, Campingzubehör, Reinigung).
Campingplätze
In den National Parks zahlst du für einfache Stellplätze in der Regel etwa 20–40 CAD pro Nacht. Diese Plätze verfügen oft nur über eine Feuerstelle und einen Picknicktisch, sanitäre Anlagen wie Toiletten und Duschen sind meist zentral auf dem Campground vorhanden. Komfort wie Strom- oder Wasseranschlüsse gibt es in den staatlichen Campgrounds in der Regel nicht. Private Campingplätze bieten dagegen deutlich mehr Ausstattung: sogenannte Full Hook-up-Sites mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss, manchmal auch WLAN, Waschmaschinen oder kleine Läden. Dafür liegen die Preise spürbar höher, oft zwischen 50 und 80 CAD pro Nacht – je nach Lage und Saison auch mehr. Besonders in der Hochsaison solltest du frühzeitig reservieren, da die beliebten Plätze schnell ausgebucht sind.
Essen & Einkauf
Lebensmittel sind in Kanada oft deutlich teurer als in Deutschland, besonders frische Produkte oder Milchprodukte. In ländlichen Regionen und Nationalparks steigen die Preise zusätzlich. Auch Restaurantbesuche gehen ins Geld, da neben den ohnehin höheren Preisen ein Trinkgeld von 15–20 % üblich ist. Deshalb haben wir häufig selbst gekocht, was im Wohnmobil sehr praktisch und deutlich günstiger war.
Aktivitäten & Extras
Gondelfahrten sind tolle Highlights, können aber schnell ins Geld gehen. Dazu kommen weitere Ausgaben wie Shuttles, Eintrittsgelder, Kraftstoff und Parkgebühren, die das Reisebudget zusätzlich belasten.
Tanken und Versorgung
In ländlichen Regionen Kanadas sind Tankstellen oft selten, daher empfiehlt es sich, den Tank rechtzeitig nachzufüllen und nicht bis zur Reserve zu warten. Preislich liegt Benzin in Kanada meist unter dem europäischen Niveau, ist jedoch in der Regel teurer als in den USA. An vielen Tankstellen musst du vorab an der Kasse oder direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte bezahlen.
In Kanada ist die Versorgung unterwegs unkompliziert. Selbst in kleineren Städten gibt es große Supermarktketten wie Safeway oder Walmart, die sich bestens eignen, um Lebensmittel und Vorräte aufzufüllen. Ein Segen für die Erstausstattung sind die weit verbreiteten Dollar-Shops wie Dollarama. Dort findest du ein erstaunlich breites Angebot – von Haushaltswaren über Drogerieartikel bis hin zu Getränken. Der Schwerpunkt liegt zwar eher auf Non-Food-Artikeln, doch gerade wenn man noch Küchenutensilien oder kleine Alltagshelfer benötigt, sind die Preise oft unschlagbar günstig und in vielen Fällen sogar niedriger als bei Walmart.
Zeitzonen in Kanada
Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde – und entsprechend groß ist auch die Zeitverschiebung. Das Land erstreckt sich über sechs Zeitzonen, von Neufundland im Osten bis nach British Columbia an der Pazifikküste.
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Newfoundland Standard Time (NST): Gilt z. B. für St. John’s. Sie liegt viereinhalb Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
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Atlantic Standard Time (AST): Hier liegen Städte wie Halifax oder Moncton. Diese Zeitzone ist fünf Stunden hinter MEZ.
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Eastern Standard Time (EST): Unter anderem für Toronto, Ottawa und Montréal. Hier sind es sechs Stunden hinter MEZ.
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Central Standard Time (CST): Für Städte wie Winnipeg oder Regina. Diese liegen sieben Stunden hinter MEZ.
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Mountain Standard Time (MST): Betrifft u. a. Calgary, Banff und Edmonton. Hier sind es acht Stunden hinter MEZ.
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Pacific Standard Time (PST): Gilt für Vancouver und die Westküste und hier sind es neun Stunden hinter MEZ.
Kanada nutzt ebenfalls eine Sommerzeitregelung, die – wie in den USA – am zweiten Sonntag im März beginnt und am ersten Sonntag im November endet. Auch hier gibt es Ausnahmen: So verzichten etwa die Provinz Saskatchewan und Teile von British Columbia auf die Umstellung.
Mein Tipp: Achte bei deiner Reiseplanung darauf, in welcher Zeitzone du dich gerade befindest – besonders wenn du Inlandsflüge buchst oder Aktivitäten reservierst. So behältst du den Überblick und vermeidest unnötigen Stress.
Visum beantragen
Für die meisten Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in den meisten Fällen kein klassisches Visum erforderlich, wenn sie nach Kanada reisen möchten. Stattdessen genügt es, eine sogenannte eTA (Electronic Travel Authorization) zu beantragen. Dabei handelt es sich um eine elektronische Einreisegenehmigung, die für alle Pflicht ist, die mit dem Flugzeug nach Kanada einreisen oder dort einen Zwischenstopp einlegen.
Mit einer genehmigten eTA darfst du dich bei jeder Einreise bis zu sechs Monate im Land aufhalten – unabhängig davon, ob du als Tourist unterwegs bist oder einfach nur einen Flug mit Zwischenlandung in Kanada hast. Wichtig für dich: Für die Einreise auf dem Land- oder Seeweg (z. B. mit dem Auto aus den USA oder per Kreuzfahrtschiff) wird keine eTA benötigt.
Die Beantragung ist recht unkompliziert, du solltest das eTA aber ausschließlich online über die offizielle Website der kanadischen Regierung beantragen. Die Kosten von 7 CAD, das entspricht etwa 5 Euro kannst du mit Kredit- oder Debitkarte zahlen, andere Methoden wie PayPal oder Sofortüberweisung werden nicht akzeptiert. Nach dem Absenden des Antrags bekommst du in der Regel innerhalb weniger Minuten eine Bestätigung per E-Mail. In seltenen Fällen kann die Prüfung jedoch bis zu 72 Stunden dauern. Deshalb ist es sinnvoll, die eTA nicht erst am Vortag des Abflugs zu beantragen, sondern frühzeitig – so gehst du auf Nummer sicher. Ich selbst hatte die Genehmigung schon nach wenigen Sekunden im Postfach. Eine einmal genehmigte eTA bleibt bis zu fünf Jahre gültig – oder bis der Reisepass abläuft, je nachdem, was zuerst eintritt.
Internationaler Führerschein
Ob Roadtrip durch Australien, Mietwagen-Abenteuer in Südafrika oder Rundreise durch Japan – bei vielen Reisen außerhalb Europas reicht der deutsche Führerschein allein nicht aus. In zahlreichen Ländern wird zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt, auch wenn du grundsätzlich mit deinem deutschen Führerschein fahren dürftest.
Der internationale Führerschein ist kein eigenständiger Führerschein, sondern eine amtliche Übersetzung deines deutschen Führerscheins in mehrere Sprachen. Wichtig: Er ist nur in Verbindung mit deinem regulären Führerschein gültig und ersetzt diesen nicht. Gerade bei Verkehrskontrollen oder der Abholung eines Mietwagens kann es sonst schnell zu Schwierigkeiten kommen – zum Beispiel, wenn der deutsche Führerschein nicht auf Englisch ausgestellt ist oder keine maschinenlesbaren Daten enthält.
In Kanada reicht der deutsche Führerschein in den meisten Fällen aus. Offiziell wird der internationale Führerschein nicht verlangt, er wird jedoch empfohlen, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Wir haben ihn bislang nicht benötigt. Den internationalen Führerschein habe ich ganz unkompliziert per Post beim Landratsamt beantragt und er ist für drei Jahre gültig.
Fazit: Brauchst du wirklich einen internationalen Führerschein?
Wenn du außerhalb Europas unterwegs bist und ein Auto mieten möchtest, machst du mit dem internationalen Führerschein nichts falsch. Er ist günstig, schnell beantragt und kann dir unterwegs viel Stress ersparen. Ich persönlich habe ihn auf jeder Reise dabei – und lege dir das ebenfalls ans Herz. So bist du flexibel, gut vorbereitet und kannst deine Fahrt entspannt genießen.
Kreditkarte für Kanada
In Kanada ist bargeldloses Bezahlen der Standard. Selbst kleinste Beträge im Café oder Supermarkt lassen sich mit Karte oder Smartphone meist schneller begleichen als in bar.
Für Mietwagen und Hotels ist jedoch eine „echte“ Kreditkarte mit Kreditrahmen unerlässlich, da Anbieter bei Abholung eine Kaution auf der Karte blockieren. Mit Visa oder Mastercard bist du in der Regel auf der sicheren Seite; Debit- oder Prepaidkarten werden dagegen häufig nicht akzeptiert.
Achte außerdem darauf, dass dein Kreditrahmen ausreichend hoch ist, damit sowohl die Kaution als auch deine laufenden Ausgaben problemlos abgedeckt werden können. Sinnvoll ist eine Karte ohne Auslandseinsatzgebühren, auch eventuelle ATM-Betreibergebühren solltest du im Blick behalten.
Wir selbst nutzen seit einiger Zeit die Visa Card der Hanseatic Bank und sind damit sehr zufrieden.
Nationalpark-Pass in Kanada
Wenn du eine Reise nach Kanada planst und dabei die atemberaubenden National Parks besuchen möchtest, kommst du am Parks Canada Discovery Pass kaum vorbei. Mit diesem Jahrespass hast du 12 Monate lang unbegrenzten Zugang zu über 80 National Parks in Kanada.
Preise im Überblick
Familien- oder Gruppenpass (bis zu 7 Personen in einem Fahrzeug): 151,25 CAD (ca. 94 €)
Einzelpersonen (18–64 Jahre): 75,25 CAD (ca. 47 €)
Senioren (65+): 64,50 CAD (ca. 40 €)
Jugendliche unter 17 Jahren: kostenlos
Der Pass lohnt sich in der Regel schon ab etwa sieben Besuchstagen, denn ein Tagesticket kostet für Erwachsene rund 11 CAD oder pro Fahrzeug etwa 22 CAD. Wer also eine längere Rundreise plant oder mehrere National Parks besuchen möchte, spart mit dem Jahrespass schnell Geld und hat zugleich den Vorteil, unbegrenzt Zugang zu über 80 Parks und historischen Stätten zu erhalten. Am bequemsten bestellst du den Pass direkt im Online-Shop von Parks Canada, wo er dir in der Regel innerhalb von 10 bis 20 Tagen nach Hause geschickt wird. Zwar kannst du den Discovery Pass auch direkt vor Ort kaufen, allerdings ist er nicht an allen Parkeingängen erhältlich. Wenn du also auf Nummer sicher gehen willst, empfiehlt es sich, den Pass bereits im Vorfeld online zu bestellen.

