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Türkisfarbener Moraine Lake im Banff Nationalpark, eingerahmt von den Ten Peaks und dichten Nadelwäldern.

Unsere Reiseplanung

Da wir das erste Mal im Westen von Kanada unterwegs waren, stand schnell fest, dass British Columbia und Alberta mit ihren berühmten National Parks unser Schwerpunkt sein sollten. Für uns war klar, dass wir viel wandern und mit den Bikes unterwegs sein wollten. Vancouver spielte eher eine Nebenrolle, und Vancouver Island strichen wir komplett aus der Planung, damit wir auf unserem Roadtrip mehr Zeit für die einzelnen Highlights hatten.

 

Die Entfernungen im Westen Kanadas sind größer als man denkt. Plant deshalb lieber ein paar Ruhetage ein und unterschätzt nicht, wie anstrengend lange Fahrten im Wohnmobil sein können. Außerdem gibt es entlang der Strecke immer wieder Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, die man anschauen möchte und dadurch sollte man deutlich mehr Zeit einplanen.

 

Meine Planung begann mehrere Monate vor dem Abflug, und ich erstellte mir wieder eine MyMaps-Karte mit unserer Wunschroute und den Highlights. Dank Reiseberichten, Tipps aus Foren und viel Kartenarbeit entstand schließlich eine Route, die sich gut anfühlte. Wir hatten sowohl Tage mit längeren Fahrstrecken eingeplant als auch Tage, an denen wir länger an einem Ort bleiben konnten.

 

Da wir am Anfang der Reise ein paar Tage in Squamish verbrachten, war klar, dass wir von Vancouver aus starteten, und ich erkundigte mich recht früh nach Flügen. Wir flogen diesmal von Frankfurt direkt nach Vancouver, und auch diesmal war die Fahrradmitnahme kein Problem. Sitzplätze reservierte ich wie immer sofort, um den langen Flug möglichst angenehm zu machen.

 

Für die ersten Tage hatten wir uns ein Auto gemietet, und hier war es sinnvoll, die Preise über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Ich habe festgestellt, dass sich die Kosten um mehrere Hundert Euro von Woche zu Woche ändern konnten, und buchte erst, als ich einen vernünftigen Preis fand. Auch die Campermiete war ein wichtiger Punkt. Nach einigem Vergleichen der Anbieter konnten wir dank Frühbucherrabatten ein gutes Angebot sichern. Hier gab es große Unterschiede, und man konnte ebenfalls viel Geld sparen. Da sich die Buchungsbedingungen je nach Marktlage ändern, sind Rabatte nicht jedes Jahr gleich verfügbar. Es lohnt sich daher, sich vorher gründlich zu informieren.

Ein hilfreicher Teil der Vorbereitung war wieder eine Tagesübersicht mit geplanten Etappen, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir unternehmen wollten. Ich kalkuliere immer etwa 50 % mehr Kilometer ein, um Spielraum zu haben, denn durch spontane Abstecher, Einkäufe oder Umwege kommen schnell einige Extra-Kilometer zusammen – und so war es auch bei uns dieses Jahr. Für die Berechnung der Fahrzeit eignet sich der Routenplaner vom ADAC hervorragend. Dort kann man einen Camper als Fahrzeugtyp einstellen und erhält somit realistischere Zeiten als bei Google Maps.

Mehrere Monate vor unserer Tour begann dann – wie schon in den USA – der „Buchungskrimi“. Die meisten Campgrounds habe ich bereits im Voraus reserviert. Das nahm zwar etwas von der Flexibilität, hatte aber den großen Vorteil, dass wir direkt im Park standen und keine langen Anfahrtswege mehr hatten. Gerade in den National Parks wie Banff oder Jasper solltest du auf jeden Fall rechtzeitig reservieren, denn besonders in der Hauptsaison (Juni bis September) sind beliebte Plätze schnell ausgebucht. In kleineren Orten oder abseits der bekannten Routen findet man oft aber auch spontan Stellplätze.

Das Wildcamping oder „freie Stehen“ ist in Kanada sehr eingeschränkt. In vielen Provinzen ist es nur auf ausgewiesenen Crown Lands erlaubt, und in den National Parks ist es verboten. Am besten nutzt du dafür die App iOverlander, in der man auch andere nützliche Informationen zu Tankstellen oder Dump Stations findet.

Für mich war die Planung nicht nur Mittel zum Zweck, sondern bereits ein Teil des Abenteuers. Meine Vorfreude stieg, und unterwegs konnten wir dadurch entspannter reisen und die Erlebnisse noch mehr genießen.

Insgesamt fuhren wir in knapp fünf Wochen 3.223 Kilometer – einmal von Vancouver durch die Rockies und wieder zurück. Auf der Karte seht ihr unsere Reiseroute und alle Sehenswürdigkeiten, die wir angeschaut haben.

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