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Blick auf Canada Place und die North Shore Mountains – perfekter Ort für Spaziergänge am Wasser.

Kanada 2025 • Tag 6 • 
Tagesausflug nach Vancouver


Reisedatum 14.07.2025

Nach dem Frühstück fuhr Tom heute mit den anderen zum Biken, während ich mich auf den Weg nach Vancouver machte. Vom Squamish Adventure Center verkehren mehrmals täglich Shuttles des Squamish Connector direkt in die Stadt, und ich hatte mir gestern ein Ticket gebucht. Kurz nach zehn lief ich von unserem Hostel los und kam rechtzeitig am Adventure Center an. Wenig später stand auch schon der Bus bereit. Auf dem Weg nach Vancouver hielten wir noch an drei Stationen, bis wir nach etwa 1,5 Stunden direkt am Harbour Centre ankamen.

Vancouver – Fakten & Fun Facts zur Westküstenmetropole

Vancouver ist eine der jüngsten Großstädte Kanadas und wurde erst 1886 gegründet. Sie liegt im Südwesten von British Columbia, rund 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. Die Stadt gehört zur Metropolregion mit knapp 2,6 Millionen Einwohnern, während die eigentliche Stadt Vancouver selbst nur etwa 662.000 Einwohner hat. Vancouver ist sehr multikulturell, und über 50 % der Bevölkerung sprechen zu Hause nicht Englisch.

 

Hier noch ein paar spannende Fakten über Vancouver:

  • Wusstest du, dass Greenpeace 1971 hier gegründet wurde? Ursprünglich wurde die Organisation von einer kleinen Gruppe ins Leben gerufen, um gegen US-Atomtests in Alaska zu protestieren. Heute ist Greenpeace in über 55 Ländern aktiv.

  • Vancouver wird oft „Hollywood North“ genannt, da hier viele Filme und Serien entstehen. Die Produktionskosten sind vergleichsweise günstig, und es gibt eine Vielzahl an Drehorten.

  • Die berühmte California Roll wurde nicht in Kalifornien, sondern in Vancouver erfunden – vom japanischen Koch Hidekazu Tojo.

  • Der Stanley Park ist größer als der Central Park in New York.

  • Vancouver hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die „grünste Stadt der Welt“ zu werden und man merkt schon heute, dass Nachhaltigkeit hier großgeschrieben wird.

  • Es gibt über 300 Kilometer Radwege und eine der besten Bike-Infrastrukturen Kanadas. Vor allem während der Rush Hour sind in der Innenstadt mehr Radfahrer als Autofahrer unterwegs.

  • Vancouver ist die einzige Großstadt weltweit, in der man mit dem Kajak direkt an der Skyline entlangfahren kann.

Mein erster Stopp war der Vancouver Lookout, der sich gleich um die Ecke der Bushaltestelle befand. Er gilt als einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt, und den wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Das Ticket konnte ich bequem vor Ort am Computer buchen und erhielt die Bestätigung direkt per Mail. Danach ging es mit einem gläsernen Aufzug ganz entspannt hinauf zur Aussichtsplattform in 169 Metern Höhe. Oben angekommen hatte ich einen sagenhaften 360-Grad-Panoramablick über die Skyline von Vancouver. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass die Aussichtsplattform nur innen lag und es keine Außenterrasse gab. Trotzdem konnte ich tolle Fotos machen, und nachdem ich genug gesehen hatte, ging es mit dem Aufzug wieder nach unten.

Als Nächstes wollte ich Granville Island erkunden, eine kleine Halbinsel im False Creek. Das ehemalige Industriegebiet wurde ab den 1970er-Jahren nach und nach umgebaut. Heute findet man dort Kunstgalerien, Theater, Flohmärkte, Teile der Universität, Restaurants, eine Marina und sogar einige Hausboote. Ich fuhr mit dem Bus dorthin, denn das öffentliche Verkehrsnetz in Vancouver ist hervorragend ausgebaut. Beim Einsteigen hält man einfach die Kreditkarte ans Lesegerät – fertig. Kein Ticket im Voraus und keine App ist nötig. In der Nähe der Granville Street Bridge stieg ich aus und war nach wenigen Minuten zu Fuß auch schon dort.

Die Hauptattraktion auf Granville Island war natürlich der Public Market, eine große Markthalle voller Leben. Hier gab es frisches Obst und Gemüse in riesiger Auswahl und toller Qualität, Backwaren, unzählige Meeresfrüchte und Fleisch – wirklich alles, was das Herz begehrte. Ich schlenderte an den vielen Ständen entlang und suchte mir etwas zu essen aus, was gar nicht so einfach war, denn alles sah einfach lecker aus. In der Halle und auch draußen mit Blick aufs Wasser gab es viele Sitzgelegenheiten. Dort machte ich schließlich eine Pause, probierte meine Snacks und beobachtete das geschäftige Treiben.

Weiter ging es dann mit den quietschbunten Aquabussen nach Yaletown. Diese kleinen Wassertaxis schippern durch den False Creek und es geht vorbei an imposanten Wohnhochhäusern und schwimmenden Floating Homes. Die Fahrt war kurz, aber richtig schön und hat Spaß gemacht.

In Yaletown angekommen, wollte ich mir noch Chinatown anschauen. Ich hatte allerdings schon gelesen, dass es nicht so spannend sein sollte wie etwa in San Francisco und tatsächlich lohnte sich der Spaziergang nicht wirklich. Deshalb stieg ich in den nächsten Bus und fuhr zum Canada Place. Das markante Gebäude mit den großen weißen Segeln auf dem Dach wurde zur Expo 1986 erbaut und liegt direkt am Waterfront Harbour. Hier legen die Kreuzfahrtschiffe an, und im Innern befinden sich ein Hotel, ein Kino sowie das Messe- und Kongresszentrum. Ich spazierte dort eine Weile umher, bevor es weiter nach Gastown ging. Dort wartete natürlich noch die berühmte Steam Clock, die wichtigste Sehenswürdigkeit des Viertels. Die Dampfuhr steht seit 48 Jahren hier und wurde damals errichtet, um Gastown aufzuwerten – mit Erfolg, denn heute schaut fast jeder Tourist vorbei. Zur Viertelstunde spielt sie eine kurze Melodie, und zur vollen Stunde ertönt ein richtiges Pfeifkonzert. Natürlich wartete ich, bis es soweit war.

Langsam wurde es Zeit, und ich machte mich wieder auf den Weg zur Bushaltestelle, wo der Shuttle zurück nach Squamish abfuhr. In Squamish angekommen, hatte Tom schon eingekauft. Wir aßen gemütlich zu Abend und besprachen anschließend noch den nächsten Tag – es sollte nach Whistler zum Biken und Wandern gehen.

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