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Blick über die stille Badebucht – sanfte Wellen und ein friedlicher Himmel nach einem langen Reisetag.

Kanada 2025 • Tag 11 • 
Von den Nairn Falls  

zum Green Lake


Reisedatum 19.07.2025

Wir wurden von strahlendem Sonnenschein geweckt und konnten wieder draußen frühstücken. Da es heute weiterging, machten wir den Camper startklar und fuhren los. Unser erstes Ziel war Pemberton, ein schönes kleines Städtchen mit einem netten Ortskern. Wir stockten im Supermarkt unsere Vorräte auf und bummelten noch ein wenig durch den Ort. Viel gab es hier zwar nicht, aber ich hatte in einem Forum gelesen, dass die Blackbird Bakery einen Besuch wert sei. Dort gönnten wir uns einen leckeren Cappuccino und Muffins, die so gut waren, dass wir gleich noch ein paar für den Abend mitnahmen. Anschließend tankten wir noch den Camper und dann ging es über die Duffey Lake Road- so heißt der Highway-99-Abschnitt zwischen Pemberton und Lillooet- weiter Richtung Lillooet.

Kurz nach Pemberton folgte der Ort Mt. Currie und dann das Nordufer des Lillooet Lake. Ab diesem langgezogenen Speichersee verließen wir das Tal, und der Highway 99 wand sich in steilen Kurven die Berghänge hinauf. Die Strecke führte durch eine atemberaubende Bergkulisse, und wir kamen am Joffre Lakes Provincial Park vorbei. Eigentlich wollten wir hier zu drei türkis-grün-blauen Bergseen wandern. Seit einigen Jahren brauchte man jedoch ein Permit, das zwei Tage vor dem Besuch ab 7:00 Uhr online reserviert werden musste. Leider hatten wir Pech und keine Tickets ergattern können. So fuhren wir weiter hinauf in die Berge. Es war sehr kurvig, und wir kamen nur langsam voran, hatten dafür aber immer wieder schöne Ausblicke auf die Berge ringsum.

Den nächsten Zwischenstopp machten wir am wunderschönen Duffey Lake, der sich knapp 35 Kilometer östlich von Pemberton befand. Hier lohnte sich unbedingt ein Halt am Duffey Lake Viewpoint, denn der See war herrlich gelegen und man hatte eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge. Wir machten eine kurze Pause, bevor es dann weiterging.

Hinter dem Duffey Lake führte die Straße in engen Serpentinen weiter bergauf, bevor sie sich langsam in Richtung Lillooet wieder hinabwand. An manchen Stellen war die Strecke so steil, dass sogar „Runaway Lanes“ für Fahrzeuge mit Bremsproblemen eingerichtet waren. Kurz vor Lillooet passierten wir noch den Seton Lake, einen Stausee des Fraser River. Hier legten wir noch einen kleinen Stopp ein, doch da es anfing zu regnen, fuhren wir bald weiter. Je näher wir Lillooet kamen, desto trockener und karger wurde die Landschaft.

Etwas Besonderes gibt es in der historischen Stadt Lillooet. Die Stadt trägt die Nummer „0“, da sie der Ausgangspunkt der Cariboo Wagon Road war – der ersten vermessenen Wagenstraße in British Columbia und der Route zu den Cariboo-Goldfeldern während des Goldrauschs. Von hier aus wurden alle weiteren Stationen der Straße, wie 70 Mile House oder 150 Mile House, nach ihrer Entfernung zu Lillooet benannt.

Von Lillooet aus führte der Highway 99 Nord wieder steil bergauf und schlängelte sich in engen Serpentinen durch die beeindruckende Bergwelt. Die Fahrt dauerte länger als gedacht, da man oft nur langsam vorankam. Wenn ihr diese Strecke fahren wollt, solltet ihr auf jeden Fall genügend Zeit einplanen.

Allmählich veränderte sich wieder die Landschaft, und mit jedem Kilometer wurde es grüner und wir fuhren durch sattgrüne Wälder. An der historischen Hat Creek Ranch wechselten wir auf den Cariboo Highway 97 und fuhren weiter bis zum kleinen Ort 70 Mile House. Dort bogen wir nach Osten ab, um zum Green Lake Provincial Park zu fahren. Da wir noch dumpen und Frischwasser auffüllen wollten, hielten wir am Information & Service Centre. Hier gab es eine kostenlose Versorgungsstation und als alles erledigt war, ging es weiter.

Der Regen hatte inzwischen aufgehört, und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Die Straße führte schön am See entlang, wo es mehrere Campgrounds gab. Zum Glück hatte ich bereits im Voraus einen Platz auf dem Emerald Bay Campground gebucht, denn alle Campgrounds am See waren komplett ausgebucht. Da es schon spät war und kein Ranger mehr da war, fuhren wir direkt auf unsere gebuchte Site. Nachdem alles aufgebaut war grillten wir leckere Burger und liefen danach noch zum See hinunter.

Unsere Unterkunft im Green Lake Provincial Park

Emerald Bay Campground

Ein wunderschöner Platz mit großen Sites, mit genügend Abstand zum Nachbarn.

Jede Site hat ihren eigenen Picknicktisch und einen Feuerring. Es gibt einfache Toiletten, aber keinen Strom oder Wasser. Unsere Site E50 lag nicht direkt am Ufer, aber der See war in Sichtweite und über einen kurzen Pfad zu erreichen.

Wir haben pro Nacht 24 CAD bezahlt.

 

Weitere Infos auf der Website

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