
Kanada 2025 • Tag 10 •
Nairn Falls
Reisedatum 18.07.2025
Heute Morgen regnete es, und so frühstückten wir im Camper. Leider stellten wir dann fest, dass unser Frischwasser leer war. Zu allem Unglück war die nächstgelegene Dumpstation in Pemberton nicht mehr in Betrieb, und wir mussten zurück nach Whistler fahren. Dort hatten wir aber Glück und konnten unser Abwasser entsorgen und Frischwasser wieder auffüllen. Als alles erledigt war, ging es zurück zum Campground.
Da das Wetter mittlerweile besser war, startete Tom zu einer MTB-Tour, während ich zunächst am Platz blieb. Später lief ich noch zu den Nairn Falls, denn direkt am Eingang des Campgrounds begann der 1,5 Kilometer lange Trail (one-way). Zuerst führte der Weg parallel zum Green River, einige Meter oberhalb des Flusses. An einigen Stellen konnte man auch zum Wasser hinunterklettern. Der Weg verlief durch dichten Wald, und immer wieder hatte ich schöne Blicke auf den Fluss. Der Green River macht hier seinem Namen alle Ehre – er war wirklich grün und schon an sich ein toller Anblick.
Der Trail war gut ausgebaut, aber man sollte trotzdem feste Schuhe tragen, da es teils wurzelige und steinige Abschnitte gab. Ich war fast alleine unterwegs und traf kaum andere Wanderer. Am Ende des Weges gelangte ich dann zu einer größeren Felsplatte mit mehreren Aussichtsplattformen. Von hier stürzten die rund 60 Meter hohen Wasserfälle in mehreren Stufen kraftvoll in die Tiefe. Der Gletscherfluss hatte sich hier tief in das harte Vulkangestein hineingeschnitten und dabei diese enge Schlucht geformt – ein beeindruckendes Naturschauspiel, und ich bin immer wieder beeindruckt von der Kraft des Wassers! Von mehreren Stellen konnte man auf den Wasserfall und den Fluss hinabblicken. Auch wenn die Nairn Falls nicht groß waren gefielen sie mir sehr gut, und ich machte etliche Fotos, bevor ich mich wieder auf den Rückweg zum Camper machte.

Mein Fazit: Den Trail zu den Wasserfällen sollte man auf jeden Fall mitnehmen, wenn man den Sea-to-Sky Highway fährt und nicht gerade unter großem Zeitdruck steht. Je nach Aufenthalt an den Fällen sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Es gibt auch einen großen Parkplatz direkt am Eingang, der jedoch schnell voll werden kann.
Später kam Tom vom Biken zurück, und wir verbrachten den Abend gemütlich am Camper.








