
Kanada 2025 • Tag 27 •
Wanderung auf den Mount Tod
im Sun Peaks Resort
Reisedatum 04.08.2025
Nachdem wir gestern viel gemacht hatten, starteten wir den Tag heute wieder gemütlich und bei herrlichem Wetter konnten wir auch vor dem Camper frühstückten. Im Anschluss mussten wir erst einmal Frischwasser auffüllen und das Abwasser entsorgen, aber dazu mussten wir nur ein paar Meter zur Dumpstation fahren. Als das erledigt war, ging es mit dem Camper wieder zurück auf unsere Site.
Tom fuhr dann zum Biken, während ich heute wieder eine Wanderung machen wollte und alles richtete. Im Village kaufte ich mir noch ein Ticket für den Sessellift und wollte eigentlich starten, aber plötzlich wurden die Sessellifte wegen Lightning geschlossen. In der Umgebung musste es irgendwo ein Gewitter oder Blitze gegeben haben, und deshalb wurde zur Sicherheit der Betrieb des Sessellifts unterbrochen. Vor Ort war jedoch strahlender Sonnenschein und man merkte nichts. Nach etwa einer halben Stunde wurden die Lifte wieder geöffnet, und es ging nach oben.
Oben angekommen startete ich auf dem Gil’s Trail, und mein erstes Ziel war der Tod Lake. Der Trail war schön angelegt und führte gemütlich stetig bergauf durch blühende Wiesen und kleine Waldabschnitte. Bis zum See waren noch einige Wanderer mit mir unterwegs, und so fühlte ich mich sicherer. Nach gut einer Stunde erreichte ich den Tod Lake, der ruhig zwischen Bäumen lag. Die Wolken und die Bäume spiegelten sich im Wasser, und ich liebte diese Spiegelungen im Wasser.

Ich hielt mich am See nicht lange auf, sondern lief weiter über den Tod Peak Trail. Langsam wurde es anspruchsvoller, und dann gab es noch einen kurzen, aber sehr steilen Aufstieg und ich war auf dem Mount Tod Summit auf 2.152 m Höhe. Der Weg hier hoch führte durch wunderschön blühende Wildblumenwiesen und ich konnte mich gar nicht satt sehen an der Farbenpracht. Je höher man kam, desto besser wurde auch die Aussicht und der Rundumblick vom Gipfel war einfach beeindruckend!
Auf dem gleichen Weg ging es wieder ein Stück nach unten, bevor ich dann auf den Tod’s Backside Trail abbog. Der Trail verlief auf der Rückseite des Berges durch eine fast unberührte Natur. Hier war ich mittlerweile ganz allein unterwegs, und manchmal hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl – ich hoffte, dass mir kein Bär oder der Cougar, vor dem ebenfalls gewarnt wurde, begegnete. Trotzdem war es herrlich zu laufen: die Blumenwiesen waren ein Traum, und ich konnte gar nicht genug Fotos machen – beziehungsweise, ich machte sehr viele Fotos.

Gegen später bog ich auf den West Ridge Trail ab, der schön am Hang entlangführte und von dem man tolle Blicke auf die umliegenden Berge hatte. Hier waren dann wieder mehr Wanderer unterwegs, und bald sah ich schon den Sessellift vor mir. Den Abschluss bildete der Top of the World Trail, den ich vor zwei Tagen hinaufgelaufen war – diesmal ging es auf einem schmalen Pfad den Berg hinab zurück zur Bergstation Mid-Mountain und dem Sessellift.
Insgesamt war ich mit Fotografieren und Pausen knapp vier Stunden unterwegs. Der Trail war rund zehn Kilometer lang und hatte 430 Höhenmeter. Da ich dieses Mal keine Lust hatte, den Berg hinunterzulaufen, nahm ich den Sessellift nach unten. Unten angekommen, hatte Tom schon auf mich gewartet, und es ging zurück zum Camper. Dort tranken wir noch einen Kaffee, machten uns frisch und packten alles zusammen. Wir fuhren dann zurück nach Kamloops, kauften hier noch ein paar Lebensmittel für die letzten Tage ein und anschließend ging es dann zu unserem Campground am Paul Lake.
Da es schon spät war, fingen wir gleich mit dem Kochen an. Gegen später kam die Rangerin, um die Reservierung zu kontrollieren, und wir konnten bei ihr Feuerholz kaufen. Schnell wurde ein Feuer gemacht, und wir konnten noch lange gemütlich draußen sitzen.

Unsere Unterkunft in Kamloops
Paul Lake Campground
Sehr schöner Campground in lichtem Wald. Der Platz ist weitläufig, und die einzelnen Sites sind großzügig angelegt. Es gibt rund 90 Stellplätze, jeweils mit Picknicktisch und Feuerring und wir standen auf der Site 78. WCs sind vorhanden, jedoch keine Duschen und kein Stromanschluss.
Der Campground liegt an einem Badesee, den man in etwa 10–15 Minuten zu Fuß den Hang hinunter erreicht. Eine Dumpstation befindet sich direkt am Eingang. Abends kommt die Rangerin vorbei, kontrolliert die Reservierungen und verkauft Feuerholz.
Wir haben für eine Nacht 24,30 CAD bezahlt.
Weitere Infos auf der Website



















