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Tief unten liegt ein türkisfarbener See, umgeben von dichten Wäldern und Bergen.

Kanada 2025 • Tag 30 • 
Wanderung in Whistler


Reisedatum 07.08.2025

Wir hatten heute etwas länger geschlafen, und nach dem Frühstück gingen wir zur Rezeption, da wir online gesehen hatten, dass auf dem Campground noch Plätze frei waren. Wir wollten ungern noch eine Nacht auf dem Overflow-Parkplatz stehen. Zum Glück hatten wir Erfolg und bekamen für den Abend einen neuen Platz, der deutlich schöner war. Das Wetter war herrlich, und ich war richtig happy, dass sich unser Umplanen und die lange Fahrt gestern so gelohnt hatten.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, fuhren wir nach Whistler. Uns hatte es schon beim ersten Mal dort so gut gefallen, und ich freute mich riesig auf den Tag. Während Tom wieder zum Biken ging, wollte ich eine Wanderung machen. Wir hatten uns bereits online Tageskarten gekauft und mussten uns daher nirgends mehr anstellen.

Für mich ging es zuerst mit der Whistler Village Gondola hinauf zur Roundhouse Lodge auf 1.850 Metern Höhe. Die Gondelfahrt war – wie schon beim ersten Mal – beeindruckend, und je höher man kam, desto weiter reichte der Blick über das Tal und die umliegenden Gipfel der Coast Mountains. Oben angekommen, lief ich die Peak Express Traverse zur Talstation des Peak-Express-Sessellifts. Ich musst nur kurz anstehen und nach wenigen Minuten erreichte ich die Bergstation in über 2.100 Metern Höhe. Hier befindet sich auch der höchste Punkt des Whistler Mountain.

Die Cloudraker Skybridge, die ich beim letzten Mal bereits ausgiebig erkundet hatte, lies ich diesmal aus, denn ich wolle den High Note Trail wandern der hier direkt an der Skybridge begann. Der Weg verlief zunächst oberhalb der Baumgrenze über felsige Abschnitte und alpine Wiesen, die jetzt im Sommer in allen Farben blühten. Der Trail war als difficult gekennzeichnet und das war er definitiv. Er war teilweise schmal, steinig und an manchen Stellen sehr steil, gute Trittsicherheit und gute Schuhe waren auf jeden Fall hilfreich. Da es am Vortag stark geregnet hatte, war der Boden noch rutschig und man musste beim Laufen gut aufpassen. Leider war die Aussicht nicht ganz so spektakulär, da von unten aufziehende Wolken die Sicht behinderten. An einem Aussichtspunkt hatte ich dann doch noch einen schönen Blick auf den Cheakamus Lake und die umliegenden Berge direkt vor mir.

Eigentlich hatte ich vor, den gesamten High Note Trail zu laufen, doch dafür fehlte mir die Zeit, da wir später als geplant gestartet waren. Ich hatte Sorge, dass ich eventuell nicht mehr rechtzeitig an der Gondel war um ins Tal zu fahren und kürzte deshalb über den Half Note Trail ab. Dieser Abschnitt war nochmals etwas anspruchsvoller, und an einigen Passagen musste ich sogar die Hände zur Unterstützung nehmen.

Anschließend ging es weiter über die Pika’s Traverse Road, einen breiten Schotterweg, der zurück zur Roundhouse Lodge führte. Die Tour war etwa sieben Kilometer lang, und insgesamt war ich mit Pausen und Fotografieren rund drei Stunden unterwegs. Zurück an der Lodge gönnte ich mir erst einmal etwas zu essen. Da ich noch Zeit hatte, lief ich danach noch ein Stück des Spearhead Loop. Da hier an der Roundhouse Lodge auch die PEAK 2 PEAK Gondola startete und ich sie so genial fand fuhr ich noch einmal hin und zurück. Dieses technische Meisterwerk faszinierte mich jedes Mal aufs Neue.

Langsam wurde es Zeit, wieder ins Tal zu fahren, da die Gondeln bald ihren Betrieb einstellten. Im Tal wartete Tom bereits auf mich, und wir gingen noch gemütlich einen Kaffee trinken. Anschließend liefen wir zum Camper und fuhren zurück zum Campground.

Dort machten wir uns frisch, kochten unser Abendessen und konnten sogar noch draußen essen, weil es angenehm warm war. Später packten wir schon unsere Koffer, denn heute war unser letzter Abend im Camper und morgen ging es zurück nach Abbotsford zu Four Seasons. Das Packen dauerte dann doch wieder seine Zeit, und irgendwie hatten wir mehr Kleidung als zuvor. Einen Teil verstauten wir noch im Rucksack. Da wir noch eine Nacht in Vancouver verbrachten, war das nicht weiter schlimm und so konnten wir morgen im Hotel in Ruhe noch einmal alles umpacken und schauen, dass das Koffergewicht auch passte. Zum Abschluss saßen wir noch gemütlich draußen, bis es uns zu kalt wurde und wir in den Camper gingen.

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