
Kanada 2025 • Tag 31 •
Wir geben unseren Camper zurück
und radeln durch den Stanley Park in Vancouver
Reisedatum 08.08.2025
Heute mussten wir recht früh aufstehen, und nach einem schnellen Frühstück packten wir die restlichen Sachen in die Koffer, fegten den Camper aus, erledigten das Dumpen – und dann ging es auch schon auf dem Sea-to-Sky Highway Richtung Abbotsford zu Four Seasons zur Rückgabe unseres treuen Begleiters. Bis Vancouver lief der Verkehr gut, aber in der Stadt gerieten wir dann doch in einige Staus, sodass sich unsere Ankunftszeit bei Four Seasons immer weiter nach hinten verschob. So war es eben, und wir waren gespannt, was sie bei der Rückgabe sagen würden. Den letzten Tankstopp legten wir direkt in Abbotsford, kurz vor dem Ziel, ein und erreichten die Abgabestation schließlich mit rund einer halben Stunde Verspätung.
Wir wurden sofort freundlich empfangen und trugen uns zunächst in eine Liste ein, da gerade mehrere Familien ihre Camper zurückbrachten. In der Zwischenzeit räumten wir unser Gepäck aus und schauten nochmals in alle Schränke, um sicherzugehen, dass wir wirklich nichts vergessen hatten.
Die Rückgabe verlief anschließend völlig problemlos: Ein Mitarbeiter stellte uns ein paar Fragen, notierte den Kilometerstand, und da es nichts zu beanstanden gab, waren wir schnell fertig.
Insgesamt waren wir jetzt 23 Tage unterwegs und legten 3.223 Kilometer zurück. Aus Erfahrung wusste ich ja, dass man am Ende doch mehr fährt, als Google Maps ursprünglich ausrechnet. Es passte also perfekt, dass ich das Meilenpaket mit 3.500 Kilometern gebucht hatte.

Im Anschluss bestellten wir uns ein Uber und fuhren nach Vancouver zu unserem Hotel. Aufgrund des dichten Verkehrs und einiger Baustellen dauerte die Fahrt statt einer Stunde fast doppelt so lang. Endlich im Hotel angekommen, konnten wir gleich einchecken und die Koffer aufs Zimmer bringen.
Da wir beide großen Hunger hatten, suchten wir uns zuerst ein Café um eine Kleinigkeit zu Essen. Direkt gegenüber vom Hotel lag das Breka Bakery & Café – Bute, und wir hatten Glück: Es war gerade noch ein Tisch frei. Wow – was für eine Auswahl! Von süß bis herzhaft gab es alles, was das Herz höherschlagen ließ. Ich konnte mich kaum entscheiden und wusste gar nicht, was ich nehmen sollte.
Gestärkt liefen wir anschließend in Richtung Stanley Park, denn wir wollten hier mit dem Fahrrad eine Tour machen. Im Park selbst gibt es keine Verleiher, dafür aber mehrere direkt am nördlichen Ende der Denman Street, unweit des Parkeingangs. Dort reihten sich verschiedene Fahrradverleiher aneinander, die alle preislich sehr ähnlich waren. Wir entschieden uns für Jo-E Bike Rentals und zahlten 36 CAD für zwei Stunden. Ausgestattet mit Helmen, Fahrradschlössern und einer Karte mit Routen starteten wir unsere Tour.
Zuerst ging es zur Marina und dann folgten wir der rund 9 Kilometer langen Seawall Promenade, die einmal um den Stanley Park führt. Die Strecke ist sehr beliebt bei Radfahrern und Spaziergängern, deshalb gibt es eine Einbahnregelung für Fahrräder – perfekt, um entspannt zu fahren. Das Wetter war herrlich, und unterwegs gab es immer wieder Gelegenheiten, für ein Foto oder eine Aussicht anzuhalten. Gleich am Anfang hatte man einen schönen Blick auf die Boote und die Skyline von Vancouver.

Wir kamen am Brockton Point Lighthouse vorbei und wenig später an den Totem Poles, einem bedeutenden kulturellen Symbol der indigenen Völker der kanadischen Westküste. Wusstest du, dass jeder Totempfahl eine Geschichte erzählt, von Familien, spirituellen Wesen oder wichtigen Ereignissen? Die Farben und Figuren haben jeweils eine tiefere Bedeutung und spiegeln die kulturelle Vielfalt und Geschichte der First Nations wider.
Nachdem ich wieder viele Fotos gemacht hatte, fuhren wir weiter bis zur Lions Gate Bridge. Dort hielten wir eine Weile an, denn wir sahen, dass sich ein Kreuzfahrtschiff der Brücke näherte, und das wollte ich unbedingt fotografieren. Es war beeindruckend, wie der Kreuzfahrtriese unter der Brücke hindurchfuhr. Bei der Weiterfahrt kamen wir noch an zwei Stränden vorbei, wo wir kurz anhielten, bevor wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt erreichten. Danach gaben wir die Fahrräder wieder zurück. Die Tour war jetzt nichts Spektakuläres, aber wir haben leider zu spät gesehen, dass man im Park auch einen anspruchsvolleren Weg hätte fahren können.
Wir spazierten anschließend noch am Coal Harbour entlang – eine schöne Mischung aus Wohngegend, Yachthafen und Geschäftsviertel. Entlang der Promenade bewunderten wir die Boote und die modernen Hochhäuser direkt dahinter. Hier starteten auch die typischen kleinen Wasserflugzeuge, mit denen man Rundflüge unternehmen oder nach Vancouver Island, zur Sunshine Coast oder sogar in die Rocky Mountains fliegen konnte.

Wir spazierten anschließend noch am Coal Harbour entlang – eine schöne Mischung aus Wohngegend, Yachthafen und Geschäftsviertel. Entlang der Promenade bewunderten wir die Boote und die modernen Hochhäuser direkt dahinter. Hier starteten auch die typischen kleinen Wasserflugzeuge, mit denen man Rundflüge unternehmen oder nach Vancouver Island, zur Sunshine Coast oder sogar in die Rocky Mountains fliegen konnte.
Auf dem Rückweg ins Hotel entdeckten wir ein schönes Seafood-Restaurant und reservierten gleich einen Tisch für den Abend. Im Hotel hatten wir noch etwas Zeit, bevor wir uns umzogen und zum Abendessen gingen. Wir waren im Joe Fortes Seafood & Chop House und waren begeistert – die Karte war großartig und das Essen hervorragend. Nicht ganz günstig, aber für unseren letzten Abend in Kanada einfach perfekt. Zurück im Hotel saßen wir noch eine Weile auf dem Balkon, blickten auf die Stadtlichter und genossen diesen letzten Abend in Kanada.

Unsere Unterkunft in Vancouver
Blue Horizon Hotel
Tolles Hotel mit ausgezeichneter Lage im Zentrum von Vancouver. Das Zimmer war sauber, sehr geräumig und verfügte über einen Balkon. Das Personal ist freundlich und entgegenkommend – wir konnten unser Zimmer sogar länger behalten, da sich unser Rückflug verspätet hatte. Das Café ABODE im Erdgeschoss ist sehr empfehlenswert und hier kann man auch frühstücken. Einziger Minuspunkt war die Klimaanlage, die nicht richtig funktionierte. Empfehlenswert ist ein Zimmer in den oberen Etagen – die Aussicht ist dort einfach phänomenal.
Wir haben für eine Nacht 590 CAD bezahlt.
Weitere Infos auf der Website













