
Neuseeland 2026 • Tag 10 •
Mountainbiken am Coronet Peak
hoch über Queenstown
Reisedatum 22.02.2026
Auch heute starteten wir gemütlich in den Tag. In der Nacht konnten wir beide nicht richtig schlafen und deshalb ließen wir es langsam angehen. Wir frühstückten in Ruhe und fuhren anschließend mit dem Camper noch ein Stück höher, damit wir direkt an der Bergbahn am Coronet Peak stehen konnten. Von hier hatten wir einen noch schöneren Panoramablick Richtung Queenstown. Gestern Abend waren wir ja erst recht spät angekommen, aber schon da konnten wir erahnen, wie toll der Blick von hier oben auf die Stadt und die umliegende Bergwelt war.
Der Coronet Peak ist 1.651 Meter hoch und eines der bekanntesten Skigebiete Neuseelands. Von Queenstown ist man mit dem Auto in gerade einmal rund 20 Minuten hier oben. Im neuseeländischen Sommer verwandelt sich das Skigebiet in einen Bikepark mit richtig coolen Mountainbike-Trails und verschiedenen Wanderwegen. Nachdem wir die letzten Tage viel gewandert waren, stand der heutige Tag ganz im Zeichen des Mountainbikens. Darauf hatte sich Tom schon die ganze Zeit gefreut, denn er ist ein begeisterter Mountainbiker.
Das Wetter war herrlich und die Sonne schien vom blauen Himmel. Einzig der Wind war noch ziemlich kalt, aber wir hatten keine Eile und warteten einfach noch etwas ab. Während ich im Camper alles aufräumte, baute Tom zum ersten Mal auf dieser Reise unsere Bikes zusammen. Als wir fertig waren, richteten wir uns und fuhren zur Gondel. Wir kauften unsere Tickets und anschließend ging es mit der kombinierten Gondel-/Sesselliftanlage nach oben. Ich war froh, als wir oben ankamen, denn durch den Wind war es ganz schön frisch. Zum Glück hatte ich eine dickere Jacke an, aber mir war trotzdem kalt.

Als Erstes fuhren wir den Whakatipu View Trail, den leichtesten Trail hier im Bikepark. Zum einen fuhr ich mit Toms Bike, da ich mein E-Bike nicht im Flugzeug mitnehmen konnte, und zum anderen saß ich in diesem Jahr zum ersten Mal wieder auf dem Mountainbike. Der Trail war super angelegt und genau richtig, um mich erst einmal an das Bike zu gewöhnen. Wie der Name schon sagt, hatten wir unterwegs immer wieder tolle Ausblicke über das Whakatipu Basin und die Bergwelt rund um Queenstown. Mit seinen flowigen Passagen, Kurven und längeren Abfahrten ließ sich der Trail richtig schön fahren.
Unten angekommen holte sich Tom dann doch noch eine dickere Jacke, da es ihm ebenfalls zu kalt war, und schon ging es wieder nach oben. Diesmal fuhren wir den Way Out Wide Trail, der ebenfalls sehr schön angelegt war, wenn auch etwas anspruchsvoller mit engeren Kurven und steileren Abschnitten. Nur an zwei Stellen musste ich kurz absteigen, ansonsten konnte ich alles ohne Probleme fahren. Die Aussicht war auch hier wunderschön und bei solchen Trails machte das Biken einfach richtig Spaß.
Wir fuhren noch einmal nach oben und diesmal trennten wir uns. Tom wollte einen schwierigeren Trail ausprobieren und schauen, ob dieser später vielleicht auch für mich geeignet wäre. Ich fuhr währenddessen noch einmal den Way Out Wide Trail. Leider gab es für mich im Bikepark nur zwei Trails, die ich fahren konnte, aber das machte nichts. Da ich den Trail inzwischen kannte, wusste ich, wo meine Schlüsselstellen lagen, an denen ich vorher abgestiegen war. Dieses Mal konnte ich beide ohne Probleme fahren, worüber ich mich natürlich freute.
Unten trafen wir uns wieder am Café 1200 und tranken gemütlich einen Kaffee. Hier war es herrlich windstill und wir konnten schön in der Sonne sitzen. Allerdings musste man ziemlich aufpassen, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Uns war schon aufgefallen, dass die Sonne hier, ähnlich wie in Australien, wesentlich intensiver ist als bei uns und wir uns deshalb immer gut eincremen mussten.
Nach unserer Pause ging es mit dem Sessellift noch einmal nach oben und gemeinsam fuhren wir den Whakatipu View Trail hinunter. Da es richtig Spaß machte, ging es anschließend gleich noch einmal hoch. Hier trennten sich unsere Wege wieder. Tom hatte sich einen Shuttle gebucht, da er einen Trail bis ganz hinunter ins Tal fahren wollte und keine Lust hatte, anschließend die rund 600 Höhenmeter wieder nach oben zu treten. Für mich war dieser Trail zu schwer und so fuhr ich zum Abschluss noch einmal den Way Out Wide Trail. Mittlerweile merkte ich allerdings, dass es doch ganz schön anstrengend wurde und ich war froh, als ich wieder unten ankam.

Auf dem Weg zurück zum Camper entdeckte ich auf einem Plateau unterhalb unseres Parkplatzes einige Paraglider, die sich gerade zum Start bereit machten. Natürlich fuhr ich noch hinunter, um ihnen eine Weile zuzuschauen. Ich liebe so etwas ja und vielleicht ergibt sich während unseres Urlaubs noch die Gelegenheit, selbst einmal mitzufliegen. Nachdem alle Paraglider gestartet waren, fuhr ich zurück zum Camper, machte es mir dort gemütlich und wartete auf Tom.
Als er wieder zurück war, setzten wir uns noch eine Weile in die Sonne. Später parkten wir den Camper wieder auf dem Parkplatz, auf dem wir bereits die Nacht zuvor gestanden hatten.
Nachdem wir geduscht und uns frisch gemacht hatten, kochten wir unser Abendessen und konnten zum ersten Mal auf unserer Reise draußen essen. Der Wind hatte sich komplett gelegt und in der Sonne war es herrlich angenehm. Als sie langsam hinter den Bergen verschwand, wurde es allerdings schnell kühler und wir gingen zurück in den Camper, wo wir es uns gemütlich machten.
Später kam noch eine Arbeitskollegin mit ihrem Freund vorbei, die ebenfalls hier oben campen wollten. Wir saßen noch eine ganze Weile gemütlich zusammen und die beiden erzählten uns von ihrem fünftägigen Hike am Milford Sound. Solche mehrtägigen Wanderungen muss man lange im Voraus buchen und leider waren für unseren Reisezeitraum keine Plätze mehr verfügbar.












