
Unsere Reisevorbereitung
Unsere Neuseeland-Reise 2026 entstand diesmal ganz anders als unsere bisherigen Touren. Während wir für Kanada oder die USA viele Monate im Voraus geplant hatten, blieben uns diesmal nur rund sechs Wochen Vorbereitungszeit. Die Entscheidung für Neuseeland – und dann auch noch für ganze acht Wochen – fiel relativ spontan. In dieser kurzen Zeit mussten Flüge, Camper und die grobe Route organisiert werden und vielleicht fühlte sich genau deshalb schon die Planung ein bisschen nach Abenteuer an.
Nachdem feststand, dass wir fliegen möchten, überlegten wir zuerst, welchen Camper wir gerne hätten und welche Flüge überhaupt in Frage kämen. Durch die kurze Vorlaufzeit waren viele Camper nur noch auf Anfrage verfügbar und die eigentliche Herausforderung bestand darin, eine Zusage der Campervermietung zu bekommen und gleichzeitig passende Flüge zu reservieren, die noch halbwegs bezahlbar waren. Da wir außerdem nicht über die USA fliegen wollten, wurde die Auswahl zusätzlich kleiner. Schlussendlich klappte aber alles erstaunlich gut.
Uns war schnell klar, dass wir sowohl die Südinsel als auch die Nordinsel bereisen wollten. Da wir nach den Sommerferien der Neuseeländer unterwegs waren, entschieden wir uns diesmal ganz bewusst für mehr Flexibilität. Anders als bei Kanada oder den USA hatten wir keine komplett durchgeplante Route, sondern nur eine grobe Idee und viele markierte Highlights auf unserer Karte. Selbst die Fährüberfahrt zwischen Süd- und Nordinsel hatten wir noch nicht reserviert. Das Wetter in Neuseeland gilt schließlich als ziemlich unberechenbar und genau deshalb wollten wir jederzeit spontan umplanen können.
Acht Wochen unterwegs zu sein gibt einem dann doch den Luxus, nicht jeden einzelnen Tag komplett durchzutakten und auch mal länger an besonders schönen Orten zu bleiben. Da bei unserem Camper außerdem unbegrenzte Kilometer im Paket enthalten waren, mussten wir darauf ebenfalls keine Rücksicht nehmen. Aus diesem Grund buchten wir diesmal fast keine Campgrounds im Voraus. Damit wir nach dem langen Flug aber trotzdem entspannt starten konnten, organisierte ich zumindest die ersten Nächte. Für unsere Ankunft buchte ich zunächst ein Apartment in Christchurch und anschließend noch zwei Nächte auf einem Campground in Christchurch, sobald wir den Camper übernommen hatten. So hatten wir genug Zeit, das Wohnmobil einzuräumen und den ersten Großeinkauf zu erledigen.

Mit MyMaps erstellte ich wie schon bei unseren anderen Reisen wieder eine eigene Karte. Da wir auch in Neuseeland viel wandern und mit den Bikes unterwegs sein wollten, zeichnete Tom zuerst die Bikeparks ein, die er unbedingt besuchen wollte. Danach ergänzte ich die wichtigsten Wanderungen, Sehenswürdigkeiten und Highlights. YouTube-Videos, Reiseberichte und verschiedene Foren halfen mir dabei, ein Gefühl für die Entfernungen und die unterschiedlichen Regionen des Landes zu bekommen. Unser Plan war, zuerst die Südinsel und anschließend die Nordinsel zu bereisen, da wir am Ende des neuseeländischen Sommers unterwegs waren und dann langsam in den Spätsommer und Herbst hineinreisten.
Natürlich erstellte ich trotzdem wieder eine grobe Liste mit Tagen, Sehenswürdigkeiten und möglichen Aktivitäten. Ganz ohne Planung geht es bei mir dann eben doch nicht. So bekam ich zumindest ein Gefühl dafür, wie lang einzelne Etappen ungefähr werden könnten. Gerade in Neuseeland hielten wir unterwegs allerdings ständig irgendwo an, weil hinter fast jeder Kurve schon das nächste beeindruckende Panorama wartete.
Wenn ihr mit einem Camper unterwegs seid, solltet ihr auf jeden Fall mehr Zeit einplanen, als euch Google Maps vorgibt. Gerade auf den kurvigen Straßen der Südinsel kommt man oft deutlich langsamer voran. Sehr hilfreich fanden wir hier den Routenplaner vom ADAC, da man dort auch einen Camper als Fahrzeugtyp einstellen kann und die Fahrzeiten dadurch wesentlich realistischer werden. Entlang der Strecke warten außerdem ständig Aussichtspunkte, kleine Wanderungen oder spontane Fotostopps und genau das macht einen Roadtrip durch Neuseeland letztendlich auch aus.
Insgesamt legten wir während unserer achtwöchigen Rundreise 5.577 Kilometer mit dem Wohnmobil zurück – einmal quer über die Süd- und Nordinsel Neuseelands. Auf der Karte seht ihr die Route, die wir letztendlich gefahren sind, sowie alle Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Highlights, die wir unterwegs entdeckt haben.
Unsere Neuseeland-MyMaps-Karte wächst nach und nach mit jedem neuen Reisebericht. Schau also gern immer wieder vorbei – es kommen laufend neue Orte, Wanderungen und Tipps hinzu!

