
Von Barcelonas Altstadt
nach Valencia
Reisedatum 22.07.2026
Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Koffer, denn am Mittag ging es für uns weiter nach Valencia. Nachdem wir ausgecheckt hatten, konnten wir unser Gepäck noch im Hotel unterstellen und machten uns anschließend mit den anderen auf den Weg. Mit der Metro fuhren wir in die Altstadt und schlenderten von dort durch die kleinen, verwinkelten Gassen zur Kathedrale, die wir an diesem Tag besuchen wollten. Ich liebe solche engen Gassen mit ihren kleinen Geschäften und Cafés. Irgendwie erinnerten sie mich immer wieder an Finale Ligure, wo wir ebenfalls gerne durch die Altstadt bummeln.

Schon nach wenigen Minuten erreichten wir die Kathedrale von Barcelona, offiziell Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia. Sie wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut und ist der Schutzheiligen Eulàlia von Barcelona gewidmet. Von außen wirkt sie fast ein wenig schlicht, doch je näher man kommt, desto beeindruckender werden die vielen Türmchen, Verzierungen und Figuren an der Fassade.
Nachdem wir die Tickets gekauft hatten, ging es auch schon los. Bevor wir die Kathedrale betreten konnten, musste ich mir allerdings erst noch ein Tuch kaufen, denn meine Schultern waren frei. Der Zutritt ist nur mit angemessener Kleidung erlaubt. Auch kurze Hosen müssen mindestens bis zum Knie reichen und Trägertops sind ebenfalls nicht gestattet. Wer zu freizügig gekleidet ist, muss sich am Eingang entsprechend bedecken oder ein Tuch kaufen. Das sollte man bei einem Besuch auf jeden Fall einplanen.
Im Inneren erwartete uns ein wunderschönes Kirchenschiff mit hohen Gewölben, kunstvollen Seitenkapellen und zahlreichen Altären. Besonders beeindruckten mich die bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht in vielen Farben in die Kathedrale fiel. Überall entdeckten wir neue Details und Verzierungen, sodass wir uns viel Zeit für unseren Rundgang ließen.

Mit dem Aufzug fuhren wir anschließend auf das Dach der Kathedrale. Von dort liefen wir einmal rund um die Dachterrasse und genossen den herrlichen Blick über die Dächer Barcelonas. Besonders beeindruckten mich die beiden Glockentürme, die gotischen Seitenkuppeln, die Kuppel mit dem Heiligen Kreuz und der Blick hinunter in den Kreuzgang. Gleichzeitig konnte man die vielen filigranen Türmchen, Wasserspeier und Steinfiguren aus nächster Nähe bewundern – Details, die man vom Boden aus kaum wahrnimmt.

Wieder unten angekommen, schlenderten wir noch durch den idyllischen Kreuzgang. Dort lebt seit vielen Jahren eine kleine Gruppe von 13 weißen Gänsen. Sie erinnern an die heilige Eulàlia, die der Überlieferung nach im Alter von 13 Jahren den Märtyrertod erlitt. Der ruhige Innenhof mit seinen Palmen, Magnolien, einem Orangenbaum, dem historischen Brunnen und den frei laufenden Gänsen bildete einen schönen Kontrast zum Trubel der Altstadt.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und wir mussten uns langsam wieder auf den Rückweg machen. Im Hotel holten wir unser Gepäck ab und wollten eigentlich mit einem Uber zum Bahnhof fahren. Da das jedoch schwieriger war als gedacht, entschieden wir uns kurzerhand für die Metro.
Am Bahnhof angekommen, mussten wir zunächst nachsehen, von welchem Gleis unser Zug abfuhr. Anschließend stellten wir uns in die Warteschlange. Anders als wir es aus Deutschland kennen, wird bei den spanischen Hochgeschwindigkeitszügen zunächst das Gepäck durchleuchtet und anschließend werden die Fahrkarten kontrolliert. Erst danach gelangten wir auf den Bahnsteig. So standen am Gleis tatsächlich nur noch die Fahrgäste, die auch wirklich mit dem Zug fuhren.
Nachdem wir unseren Wagen gefunden und das Gepäck verstaut hatten, ging es pünktlich los. Die Strecke zwischen Barcelona und Valencia legten wir in rund 2 Stunden und 45 Minuten zurück. Viel von der Landschaft bekamen wir allerdings nicht mit, denn der Zug war so schnell unterwegs und wir unterhielten uns die meiste Zeit. In Valencia angekommen, erreichten Lukas und ich unser Hotel nach wenigen Minuten zu Fuß, da es direkt am Bahnhof lag. Die anderen hatten ein Apartment, das ebenfalls nur etwa fünf Minuten entfernt war. Wir brachten unsere Koffer aufs Zimmer, machten uns kurz frisch und trafen uns anschließend wieder zum Abendessen.

Susanna, die Mutter von Pepe, empfahl uns ein chinesisches Restaurant im Viertel La Roqueta, das wegen seiner vielen asiatischen Geschäfte und Restaurants auch als das kleine Chinatown Valencias bekannt ist. Nach den vielen Tapas der vergangenen Tage hatten wir einfach einmal Lust auf etwas anderes und entschieden uns deshalb für die asiatische Küche. Das Essen war wirklich richtig lecker und die Empfehlung von Susanna hat sich absolut gelohnt.
Während die anderen nach dem langen Reisetag direkt schlafen gingen, machten Lukas und ich noch einen kleinen Spaziergang bis zur Plaça de l'Ajuntament. Die Gebäude rund um den Platz waren stimmungsvoll beleuchtet und sorgten für einen schönen ersten Eindruck von Valencia. Damit endete unser Tag und wir freuten uns schon darauf, am nächsten Morgen die Stadt in Ruhe zu erkunden.




















