
Auf den Spuren Gaudís – Casa Batlló,
Park Güell und die Sagrada Família
Reisedatum 21.07.2026
Nach dem Frühstück im Hotel trafen wir uns mit den anderen und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Casa Batlló. Unsere Hotels lagen nur wenige Minuten voneinander entfernt, sodass wir bequem laufen konnten. Die Eintrittskarten hatte ich bereits am Vortag online gekauft – eine gute Entscheidung, denn gerade in der Hauptsaison sind viele der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas schnell ausgebucht.
Schon von außen war die Casa Batlló mit ihrer außergewöhnlichen Fassade ein Blickfang. Das berühmte Gebäude am Passeig de Gràcia zählt zu den bekanntesten Werken des katalanischen Architekten Antoni Gaudí und gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit ihren geschwungenen Formen, den bunten Mosaiken und den verspielten Balkonen wirkt die Fassade fast wie ein lebendiges Kunstwerk.
Auch im Inneren setzte sich dieser Eindruck fort. Es gab kaum gerade Linien, stattdessen fließende Formen, kunstvolle Holzarbeiten und immer wieder farbenfrohe Glasfenster, durch die das Licht wunderschön in die Räume fiel. Besonders beeindruckt hat mich das zentrale Treppenhaus mit seinen blauen Fliesen, die nach oben immer dunkler wurden und so für eine gleichmäßige Lichtwirkung sorgten. Auf der Dachterrasse standen schließlich die berühmten, geschwungenen Schornsteine, die heute zu den beliebtesten Fotomotiven Barcelonas gehören.

Auf den Spuren von Antoni Gaudí
Kaum ein anderer Architekt hat Barcelona so geprägt wie Antoni Gaudí (1852–1926). Seine Bauwerke erkennt man sofort an ihren organischen Formen, den farbenfrohen Mosaiken und den vielen Details, die von der Natur inspiriert wurden. Mit der Casa Batlló, dem Park Güell und der Sagrada Família besuchten wir an diesem Tag gleich drei seiner berühmtesten Werke. Viele seiner Bauwerke gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und machen Barcelona zu einem der faszinierendsten Architekturziele Europas.
Nach unserem Rundgang legten wir eine kleine Pause ein und stärkten uns mit einer Kleinigkeit zu essen, bevor wir mit der Metro weiter zum Park Güell fuhren. Auch hierfür hatte ich die Eintrittskarten bereits am Tag zuvor gekauft. Das kann ich jedem nur empfehlen, denn die Tickets für den Monumentalbereich sind oft schon Tage oder sogar Wochen im Voraus ausverkauft.
Der Park Güell gehört ebenfalls zu Gaudís bedeutendsten Bauwerken. Ursprünglich war hier Anfang des 20. Jahrhunderts eine exklusive Gartenstadt geplant, doch das Projekt wurde nie vollendet. Heute zählt der Park zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas und bietet neben seiner außergewöhnlichen Architektur auch fantastische Ausblicke über die Stadt.
Wir schlenderten gemütlich durch den Park und entdeckten immer wieder neue Details. Die bunten Mosaike, die geschwungenen Wege und die fantasievollen Bauwerke machten den Park zu etwas ganz Besonderem. Natürlich durfte auch ein Foto des berühmten Mosaik-Salamanders nicht fehlen. Besonders begeistert hatte mich auch diesmal der Hypostylsaal. Die Halle mit ihren 86 dorischen Säulen, die ursprünglich als Marktplatz dienen sollte, faszinierte mich einfach. An der Decke der Halle befinden sich kreisförmige Mosaike in leuchtenden Farben, die die Sonne, den Mond und andere Naturelemente darstellen sollen. Von der Terrasse aus hatten wir einen tollen Blick auf die Sagrada Família und über Barcelona bis hin zum Mittelmeer.

Nachdem wir genug gesehen hatten, machten wir uns schließlich noch auf den Weg zur Sagrada Família. Ich hatte die Basilika bereits von innen gesehen, aber die anderen hätten sie gerne auch von innen besichtigt. Leider waren die Eintrittskarten bereits rund drei Wochen im Voraus komplett ausgebucht. Da ich nicht genau wusste, ob alles wie geplant funktionieren würde, war es mir zu riskant, Tickets zu kaufen.
Trotzdem war es beeindruckend, die Sagrada Família wenigstens von außen zu sehen. Je länger man davor stand, desto mehr Details entdeckte man an der gewaltigen Fassade. Die Basilika gilt als Antoni Gaudís Lebenswerk. Mit dem Bau wurde bereits 1882 begonnen und bis heute wird daran gearbeitet. Der höchste Turm der Sagrada Família, der Christusturm, wurde inzwischen fertiggestellt und erreicht eine Höhe von rund 172,5 Metern. Nach ihrer endgültigen Fertigstellung wird die Sagrada Família die höchste Kirche der Welt sein. Die Baukräne gehören inzwischen fast schon zum gewohnten Bild und zeigen, dass hier noch immer an einem der außergewöhnlichsten Bauwerke Europas gearbeitet wird.

Zum Abendessen fanden wir in einer kleinen Seitenstraße ein gemütliches Restaurant, in dem wir den langen Tag entspannt ausklingen ließen. Nach dem Essen gingen wir noch einmal zurück zur Sagrada Família. Jetzt war sie stimmungsvoll beleuchtet und wirkte noch einmal ganz anders als am Nachmittag. Die angestrahlten Türme vor dem dunklen Himmel waren wirklich faszinierend und bildeten einen perfekten Abschluss unseres Tages.
Anschließend fuhren wir mit der Metro zurück zu unserer Unterkunft da wir alle ziemlich müde waren. Ich glaube, so viele Schritte wie an diesem Tag war ich schon lange nicht mehr gelaufen. Kein Wunder also, dass wir nach den vielen Eindrücken alle ziemlich müde ins Bett fielen.





























