
Endlich sehen wir uns wieder
Reisedatum 20.07.2026
Noch bis spät in die Nacht hatten wir die ausgelassene Stimmung nach dem gewonnenen WM-Finale erlebt. Es war einfach herrlich zu sehen, wie die Menschen gemeinsam auf den Straßen feierten. Deshalb starteten wir heute ganz gemütlich in den Tag und schliefen erst einmal aus. Für das Hotelfrühstück war es inzwischen zu spät, also machten wir uns auf die Suche nach einem Café. Ganz in der Nähe unseres Hotels fanden wir ein kleines, gemütliches Café, in dem wir entspannt mit einem leckeren Frühstück in den Tag starteten.
Frisch gestärkt fuhren wir anschließend zum Bahnhof Barcelona Sants, wo Mark, Johnny und die anderen mit dem Zug ankommen sollten. Leider hatte ihr Zug rund zwei Stunden Verspätung. Da es im Bahnhofsgebäude wegen der vielen wartenden Reisenden und der sommerlichen Temperaturen kaum auszuhalten war, suchten wir uns kurzerhand ein Café in der Nähe und vertrieben uns dort die Zeit.
Als es schließlich Zeit war, liefen wir zurück zum Bahnhof. Wenig später fuhr der Zug ein und die Freude war riesig. Vor zwei Jahren hatten wir Mark und Johnny zuletzt gesehen und ich war einfach nur happy, sie wieder in die Arme schließen zu können. Trotz der langen Zeit fühlte es sich sofort wieder so vertraut an wie früher. Mit ihnen reisten auch einer ihrer ehemaligen Gastschüler aus Spanien sowie Johnnys Nichten aus den USA an. Bevor wenige Tage später das große Reunion-Treffen in Valencia begann, wollten wir gemeinsam noch Barcelona erkunden. Gemeinsam fuhren wir mit dem Taxi zu ihrer Unterkunft, wo sie kurz ihre Koffer aufs Zimmer brachten. Da wir inzwischen alle hungrig waren, stärkten wir uns direkt nebenan mit einer Kleinigkeit, bevor wir zu unserem ersten gemeinsamen Spaziergang durch Barcelona aufbrachen.

Da sich unsere Unterkünfte in der Nähe des Passeig de Gràcia befanden, führte unser Weg zunächst über Barcelonas berühmte Prachtstraße und exklusive Einkaufsmeile. Hier konnten wir mit der Casa Milà und der Casa Batlló gleich zwei der bekanntesten Bauwerke des Architekten Antoni Gaudí bewundern. Anschließend ging es weiter zur Plaça de Catalunya, dem Herzen der Stadt. Von dort schlenderten wir über die berühmte La Rambla Richtung Altstadt. Leider wurde die Flaniermeile gerade an vielen Stellen umgebaut, sodass sie nicht ganz so schön wirkte wie bei meinem letzten Besuch. Trotzdem herrschte überall reges Treiben und die vielen Straßenkünstler, Geschäfte und Cafés sorgten für die typisch lebendige Atmosphäre Barcelonas.

Anschließend besuchten wir noch die berühmte Markthalle Mercat de la Boqueria. Ich liebe solche Märkte und hätte dort wahrscheinlich Stunden verbringen können. Zwischen den unzähligen Ständen mit frischem Obst, Gemüse, Fisch, Schinken, Süßigkeiten und vielen weiteren regionalen Spezialitäten gab es jede Menge zu entdecken. Natürlich konnten wir nicht widerstehen und probierten einige der angebotenen Leckereien.
Mercat de la Boqueria – Barcelonas berühmtester Markt
Der Mercat de la Boqueria, offiziell Mercat de Sant Josep de la Boqueria, ist der bekannteste und traditionsreichste Markt Barcelonas. Direkt an der berühmten La Rambla gelegen, zieht er seit vielen Jahren Einheimische und Besucher aus aller Welt an.
Bereits im 13. Jahrhundert wurden an dieser Stelle Lebensmittel unter freiem Himmel verkauft. Die heutige Markthalle mit ihrem markanten Eingangsportal aus Eisen und Glas wurde 1914 fertiggestellt. Heute bieten mehr als 200 Marktstände eine riesige Auswahl an frischem Obst und Gemüse, Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch, Käse, Gewürzen und regionalen Spezialitäten.
Besonders beliebt sind die farbenfrohen Obststände, frisch gepresste Säfte sowie die kleinen Tapas-Bars, an denen man typische katalanische Gerichte direkt am Tresen probieren kann. Trotz der vielen Touristen lohnt sich ein Besuch – vor allem am Vormittag, wenn der Markt besonders lebendig ist und die Auswahl am größten ist.
Tipp: Wer den Markt in Ruhe erleben möchte, sollte möglichst früh am Morgen kommen. Dann sind die Gänge noch nicht so voll und die Atmosphäre wirkt deutlich authentischer.

Im Anschluss schlenderten wir noch durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und über die Plaça Reial, einen der schönsten Plätze Barcelonas mit seinen Palmen und Arkaden. Den Abend ließen wir schließlich bei einem gemeinsamen Essen gemütlich ausklingen. Nach der kurzen Nacht und den hochsommerlichen Temperaturen waren wir alle ziemlich müde. Trotzdem freuten wir uns, dass unsere Reunion-Woche nun endlich richtig begonnen hatte und wir die nächsten Tage gemeinsam verbringen würden.











