
USA Südwesten 2024 • Tag 6 •
Wanderung Cathedral Rock Trail
Reisedatum 18.06.2024
Heute standen wir wieder früh auf und nach einem schnellen Kaffee ging es direkt zum Yavapai-Parkplatz. Wir hatten Glück und es gab noch genügend freie Stellplätze, und so besorgten wir uns nur kurz den Red Rock Pass, bevor wir losgingen. Unser Ziel war heute der Cathedral Rock Trail, ein Wahrzeichen Sedonas und eines der bekanntesten Fotomotive der Region.
Wir starteten auf dem Hermits Trail, der im Schatten entlang eines ausgetrockneten Flussbetts verlief. Der Weg war leicht zu gehen und führte uns durch die typische Vegetation von Sedona – Wacholder, Buscheichen, Manzanita, Feigenkakteen und Yucca. An der ersten Weggabelung wechselten wir auf den Templeton Trail. Auch hier blieb der Weg einfach, ohne große Steigungen. Bei der nächsten Abzweigung bogen wir auf den Easy Breezy Trail ab, der seinem Namen alle Ehre machte: Der Weg war leicht, er verlief teils im Schatten, und nur einige sandige und felsige Stellen erforderten etwas Trittsicherheit.
Nach etwa 45 Minuten hatten wir dann den ersten Blick auf den Cathedral Rock. Die massiven, rot leuchtenden Felsen ragten surreal in den blauen Himmel, und wir konnten von hier schon die ersten Wanderer oben auf den Felsen sehen. Der Trail stieg allmählich an, bis wir die Kreuzung mit dem Templeton Trail erreichten. Der Weg wurde voller, denn wir näherten uns dem beliebten Aufstieg zum Cathedral Rock. Ein kurzes Stück später trafen wir dann auf den offiziellen Cathedral Rock Trail, der vom Parkplatz an der Back O’ Beyond Road beginnt.

Der Trail selbst begann zunächst einfach, wurde aber bald steiler und felsiger und führte über glatte Felsflächen. Ein besonders kniffliger Abschnitt war ein etwa 10 Meter langer Spalt im Felsen, den man hochklettern musste. Der Sandstein hatte hier eine Neigung von etwa 45 Grad, sodass wir Hände und Füße zu Hilfe nehmen mussten. Dank kleiner Mulden im Felsen konnte man jedoch gut sehen, wo der nächste Schritt hingehen sollte – nichts für schwache Nerven, aber machbar.
Oben angekommen erwartete uns ein kleines Plateau, von dem wir bereits eine großartige Aussicht hatten. Der Trail führte weiter über einige steilere Passagen, bei denen wir erneut die Hände zur Hilfe nahmen, und schließlich erreichten wir das zweite Plateau. Je höher wir kamen, desto spektakulärer wurde der Ausblick auf Sedona und vor uns erhoben sich senkrecht die Zinnen des Cathedral Rock. Über Felsen und große Stufen ging es immer höher und schließlich erreichten wir das „End of Trail“-Schild zwischen den Zinnen des Cathedral Rock. Von hier hatten wir einen fantastischen Blick auf das Tal und in alle Richtungen.
Das 'End of Trail'-Schild war in diesem Fall nicht ganz zutreffend, denn auf der rechten Seite führte ein kurzer Pfad entlang der Felswand zu einem leicht ausgesetzten Felsvorsprung. Natürlich wollte jeder von uns ein Foto von sich auf dem Felsvorsprung, also warteten wir, bis niemand mehr dort stand. Es war faszinierend zu sehen, wie winzig man vor den riesigen Felsen wirkte.

Wir verbrachten hier eine ganze Weile, genossen die Aussicht und machten uns dann an den Abstieg. Dieser war noch einmal eine kleine Herausforderung, besonders an den steileren Stellen, die Trittsicherheit erforderten. Unten angekommen folgten wir dem Templeton Trail weiter zum Oak Creek. Der Trail war einfach zum Laufen und ein Zickzack-Pfad führte dann zum Bach hinunter, wo wir unsere Füße im kühlen Wasser erfrischen konnten. Wir machten eine längere Pause, stärkten uns und dann ging es über denselben Weg zurück zum Cathedral Trail und anschließend über den Templeton Trail zurück zum Auto. Das letzte Stück zog sich ewig und lag komplett in der Sonne, sodass wir froh waren, als wir endlich wieder am Camper ankamen. Insgesamt war unsere Tour ca. 7,5 Meilen lang und wir waren rund 5,5 Stunden unterwegs.

Im Anschluss fuhren wir noch in den Supermarkt, um ein paar Vorräte aufzufüllen, denn morgen wollten wir weiterfahren und hatten vor, die nächsten zwei Nächte außerhalb von Ortschaften zu campen. Zurück am Campground ging es erst einmal unter die Dusche, und später liefen wir noch ins Tlaquepaque Arts & Shopping Village. Das Dorf ist im mexikanischen Stil gebaut und hier gab es eine Vielzahl von Boutiquen, Kunstgalerien und Geschäfte mit handgefertigten Waren. Uns war es jedoch etwas zu kitschig, und viele Läden hatten bereits um 17 Uhr geschlossen. Also machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Campground, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.















