top of page
Begrüßungsschild des Mount Robson Parks mit Blick auf den gewaltigen Gipfel im Hintergrund.

Kanada 2025 • Tag 14 • 
Weiterfahrt von Clearwater zum

Mount Robson Provincial Park


Reisedatum 22.07.2025

Heute stand eine längere Etappe mit rund 230 Kilometern an, denn wir wollten in den Mount Robson Provincial Park fahren. Unsere Full Hook-up-Site nutzten wir am Morgen noch, um zu dumpen und den Wassertank wieder aufzufüllen. In Clearwater legten wir noch einen Stopp ein, um Lebensmittel einzukaufen, und auch im Liquor Store schauten wir kurz vorbei. Danach wurde noch getankt, und gegenüber entdeckte ich das Wild Flour, ein Café und eine kleine Bäckerei. Ich hatte schon öfter solche Läden gesehen, die sich auf Sauerteigbrot spezialisiert hatten und das ist immer eine willkommene Alternative zum Supermarkt-Brot. Hier konnte man außerdem frühstücken oder leckeres Gebäck kaufen. Wir gönnten uns gleich noch einen zweiten Kaffee und ein paar Muffins, die wir für später mitnahmen.

Danach ging es weiter: Wir bogen Richtung Osten ab und folgten dem Yellowhead Highway 5 Richtung Jasper. Die Strecke führte immer am North Thompson River entlang, und ab und zu hatten wir schöne Ausblicke auf den Fluss. Sie war gut ausgebaut und angenehm zu fahren, denn es gab kaum Kurven. Das Wetter war sehr schön, und wir genossen die Fahrt durch die tolle Landschaft. Je weiter wir fuhren, desto höher wurden die Berge ringsum, denn wir näherten uns den Rocky Mountains.

Unser erster Stopp war am Valemount Bike Park, wo Tom ein paar Trails fuhr. Ich verbrachte die Zeit entspannt am Camper und las. Als er zurückkam, setzten wir die Fahrt auf dem Yellowhead Highway fort. Hinter Tête Jaune Cache ging dieser in den Highway 16 über, der durch die Rockies bis in den Jasper National Park führt.

Der nächste Halt war am Rearguard Falls Provincial Park. Direkt an der Straße gab es ein paar Parkplätze, und von hier führte ein kurzer Weg zu den Wasserfällen. Der Fraser River stürzte dort auf einer Breite von 18 Metern rund 6 Meter in die Tiefe. Besonders beeindruckend war, dass diese Fälle das obere Ende der jährlichen Lachswanderung markieren. Die Chinook-Lachse, die größten ihrer Art, haben bis hierher dann schon fast 1.300 Kilometer zurückgelegt. Besonders im Spätsommer kann man sie beim Sprung durch die Stromschnellen beobachten. Für uns war es leider noch zu früh im Jahr, und wir hatten kein Glück – trotzdem war die Stelle sehr beeindruckend. Der Boardwalk und die Plattform an den Wasserfällen sind massiv angelegt, und man kam erstaunlich nah an den reißenden Fluss heran. Nachdem ich wieder viel zu viele Fotos gemacht hatte, fuhren wir weiter Richtung Mount Robson.

Südlich vom Yellowhead Highway tauchten langsam die ersten Ausläufer der Berge auf, und kurz darauf erreichten wir den Eingang zum Mount Robson Provincial Park. Es war absolut spektakulär, wie der höchste Berg der kanadischen Rockies plötzlich vor uns stand. Wow – was für ein Berg! Vom Highway und kleinen Aussichtsbuchten aus hatte man fantastische Blicke auf das Massiv. Natürlich hielten wir an und machten das obligatorische Foto. Wir hatten Glück, denn an diesem Tag war sogar der Gipfel für einen kurzen Moment fast wolkenfrei. An den meisten Tagen ist er verhüllt, und die wahre Größe des 3.954 Meter hohen Mount Robson lässt sich nur erahnen.

Für die nächsten zwei Nächte hatte ich einen Platz auf dem Robson River Campground gebucht. Da es schon spät war, war kein Ranger mehr vor Ort. Doch aus Erfahrung der letzten Tage wusste ich, dass sie immer noch am Platz vorbeikamen, um die Reservierungen zu kontrollieren. Wir fanden unsere Site sofort – allerdings mit einem Schreckmoment: Dort standen Zelte. Ein paar Motorradfahrer hatten den Platz einfach besetzt, weil sie dachten, wir würden nicht mehr kommen. Zum Glück regelte der Ranger die Situation schnell und wies ihnen einen anderen Platz zu.

Wir kochten uns noch ein schnelles Abendessen, mussten aber bald nach drinnen, weil es sehr kalt wurde.

Unsere Unterkunft im Mount Robson Provincial Park

Robson River Campground

Toller Campground mitten im Wald und direkt am Fluss. Die Sites sind sehr großzügig und hatten ausreichend Abstand zu den Nachbarn. Auf jeder Site (wir hatten die Site R25) gibt es einen Picknicktisch sowie einen Feuerring. In unserem Bereich hatten alle Sites Stromanschluss, es gibt aber auch Plätze ohne Strom. Duschen und WCs sind vorhanden, wir haben sie aber nicht genutzt. Vom Campground aus kann man direkt zum Fluss hinunterlaufen. Je nach Lage der Site hört man die Straße mehr oder weniger. Am Visitor Centre (ca. 1 km entfernt) gibt es eine Dumpstation (5 CAD).
Wir haben pro Nacht 42 CAD bezahlt.

 

Weitere Infos auf der Website

bottom of page