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Panorama über den türkisblauen Lake Pukaki mit den Southern Alps auf der Fahrt zum Aoraki/Mount Cook National Park.

Neuseeland 2026 • Tag 7 • 
Wanderung am Lake Tekapo und

 Weiterfahrt über den Lake Pukaki zum 

Aoraki/Mount Cook National Park


Reisedatum 19.02.2026

Lake Tekapo – Türkisfarbener Gletschersee im Herzen der Südinsel

 

Die meisten größeren Seen Neuseelands sind Überbleibsel der letzten Eiszeit – so auch der Lake Tekapo, der sich nahezu im geografischen Zentrum der Südinsel befindet. Berühmt ist er vor allem für seine intensiv türkisfarbene Färbung. Diese entsteht durch feinste Gesteinspartikel, das sogenannte Gletschermehl, das von den Gletschern der Südalpen in den See gespült wird. Je nach Sonnenstand und Lichteinfall schimmert das Wasser in unterschiedlichen Türkis- und Blautönen.

Der Lake Tekapo liegt auf rund 710 Metern Höhe und gehört mit einer Fläche von etwa 83 Quadratkilometern zu den größten Gletscherseen der Mackenzie-Region. Zusammen mit dem nahe gelegenen Lake Pukaki und Lake Ōhau bildet er eine beeindruckende Seenlandschaft am Rand der Südalpen.

Besonders bekannt ist der Lake Tekapo auch für die farbenfrohen Lupinenblüten, die im November und Dezember vielerorts das Seeufer säumen. Bei unserem Besuch Mitte Februar war die Blütezeit bereits fast vorbei und nur noch vereinzelt standen Lupinen am Ufer. Der malerische Blick auf den türkisfarbenen See und die umliegenden Berge machte den Besuch jedoch trotzdem zu einem besonderen Erlebnis.

Mehr Infos findest du auf der Website der Mackenzie Region

Ich war heute recht früh wach und konnte nicht mehr einschlafen. Also stand ich leise auf und bereitete später das Frühstück vor, bevor ich Tom weckte. Zum Draußenfrühstücken war es leider noch etwas zu kalt, aber die Sonne schien bereits vom Himmel und versprach einen wunderschönen Tag.

Nach dem Frühstück räumten wir alles zusammen, denn heute wollten wir unsere erste größere Wanderung in Neuseeland unternehmen. Mit dem Camper fuhren wir zum Lake Tekapo. Eigentlich wollten wir direkt auf dem Tekapo Springs Car Park parken, doch leider war dort bereits alles belegt. Zum Glück hatten wir auf der Hinfahrt gesehen, dass es am Lakeside Drive nur wenige hundert Meter weiter ebenfalls Parkplätze gab. Dort fanden wir schließlich noch einen freien Platz.

Unser Ziel war der Gipfel des Mount John. Auf dem 1.031 Meter hohen Berg betreibt die University of Canterbury ein Observatorium. Die Region rund um den Lake Tekapo gehört zum Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve und zählt zu den besten Orten der Welt, um Sterne zu beobachten. Doch nicht nur nachts lohnt sich der Aufstieg. Auch tagsüber bietet der Gipfel bei klarem Wetter einen grandiosen 360-Grad-Rundumblick über den Lake Tekapo, den Lake Alexandrina und die umliegenden Berge.​​

Mount John Walkway

Strecke: 8,2 km (Rundweg)                                    
Dauer: ca. 3 Std.
Höhenmeter: 300 m
Schwierigkeit: mittelschwere Wanderung
Startpunkt: Tekapo Springs Car Park

Highlights: 360°- Rundumblick, Astro Cafe

Tipp: Die Zufahrt zum Gipfel ist auch mit dem Auto möglich. Die Privatstraße kostet 14 NZD (Stand Februar 2026) und ist nur während der Öffnungszeiten des Astro Cafés geöffnet.

Der Startpunkt unserer Wanderung war der Tekapo Springs Car Park. Man kann den Rundweg in beide Richtungen laufen und wir entschieden uns zunächst für den Weg direkt am See entlang. Die ersten drei Kilometer verliefen noch weitgehend flach, bevor der Panoramapfad langsam bergauf führte. Teilweise wurde der Anstieg richtig steil und wir kamen ordentlich ins Schwitzen. Leider waren wir auch viel zu warm angezogen, aber zum Glück wehte ein leichter Wind, der zumindest etwas Abkühlung brachte. Während des gesamten Aufstiegs hatten wir immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den türkisfarbenen Lake Tekapo und die umliegenden Hügel und je höher wir kamen, desto weiter reichte der Blick. Der Weg führte anschließend über große Flächen mit den für das Mackenzie Basin typischen goldgelben Tussock-Gräsern immer weiter dem Bergrücken entlang. Das war stellenweise ganz schön anstrengend, aber die Aussicht entschädigte für alles.

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir schließlich das Observatorium und das Astro Café. Dort gönnten wir uns erst einmal einen Kaffee und genossen den grandiosen Blick auf den türkisfarbenen Gletschersee. Je nach Sonneneinstrahlung schimmert das Wasser in unterschiedlichen Türkis- und Blautönen und genau das machte den Ausblick so beeindruckend.

Bestimmt eine Stunde saßen wir dort oben und genossen einfach den Moment. Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg. Im Gegensatz zum Aufstieg führte der Abstieg recht zügig durch einen dichten Wald bergab. Die hohen Bäume spendeten angenehmen Schatten und der gut ausgebaute Weg ließ sich entspannt laufen. Nach etwa einer Stunde erreichten wir schließlich wieder unseren Camper.

Tom ließ es sich anschließend nicht nehmen und sprang noch kurz in den Lake Tekapo. Lange hielt er es allerdings nicht aus, denn das Wasser war doch ziemlich kalt. Wir setzten uns noch eine Weile ans Ufer und genossen das herrliche Wetter. Danach fuhren wir noch zu einer Dumpstation, um unser Abwasser zu entsorgen und frisches Wasser aufzufüllen. Die nächsten zwei Nächte wollten wir wieder auf einem Campground ohne Versorgung verbringen und so waren wir für die kommenden Tage bestens vorbereitet.

Hier am Lake Tekapo liegt auch der gleichnamige Ort mit einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Neuseelands: der Church of the Good Shepherd. Die kleine Steinkirche wurde 1935 als Denkmal für die ersten Siedler der Region erbaut und war das erste Gotteshaus im Mackenzie District. Das Besondere an der Kirche ist das große Panoramafenster hinter dem Altar, das den Blick direkt über den Lake Tekapo bis zu den Bergen freigibt. Vor allem nachts ist die Kirche ein beliebtes Fotomotiv, denn sie liegt mitten im International Dark Sky Reserve und bietet bei klarem Himmel perfekte Bedingungen für beeindruckende Aufnahmen der Milchstraße.

Schon beim Parken sahen wir die vielen Reisebusse und als wir zur Kirche liefen, kamen uns regelrechte Menschenscharen entgegen. Auch direkt an der Kirche war unglaublich viel los. Ich weiß, ich bin selbst Tourist, aber an solchen Hotspots sind mir einfach zu viele Menschen unterwegs. Ich machte deshalb nur ein paar Fotos und wir liefen schon kurze Zeit später wieder zurück zum Camper.

Bevor wir unsere Fahrt fortsetzten, kauften wir im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel ein und stärkten uns mit einer Kleinigkeit. Wir verließen dann den Lake Tekapo und folgten dem State Highway 8 Richtung Lake Pukaki, der nur wenige Kilometer entfernt liegt. Schon kurz hinter dem Ort öffnete sich die weite Landschaft des Mackenzie Basin. Wir fuhren wieder an großen Schafweiden vorbei, dazwischen erstreckten sich sanfte Hügel mit den typisch goldgelben Tussock-Gräsern. Nach rund 40 Kilometern tauchte schließlich der Lake Pukaki mit seinem intensiv türkisfarbenen Wasser vor uns auf.

Lake Pukaki – Der türkisblaue Gletschersee am Fuße des Aoraki/Mount Cook

Der Lake Pukaki ist einer der beeindruckendsten Gletscherseen Neuseelands und liegt am Nordrand des Mackenzie Basin auf der Südinsel. Gemeinsam mit dem Lake Tekapo und dem Lake Ōhau bildet er eine Kette von drei nahezu parallel verlaufenden Seen, die während der letzten Eiszeit durch zurückweichende Gletscher entstanden sind.

Mit einer Fläche von rund 179 Quadratkilometern ist der Lake Pukaki der größte dieser drei Seen. Seine außergewöhnlich intensive türkisblaue Farbe verdankt er feinstem Gesteinsmehl, das durch die Gletscher der Südalpen entsteht und über den Tasman River sowie den Hooker River in den See gelangt. Je nach Wetter und Lichteinfall schimmert das Wasser in unterschiedlichen Blau- und Türkistönen.

Besonders bekannt ist der Lake Pukaki für den spektakulären Blick auf den Aoraki/Mount Cook, den mit 3.724 Metern höchsten Berg Neuseelands. An klaren Tagen spiegelt sich der schneebedeckte Gipfel im türkisfarbenen Wasser und bietet eines der bekanntesten Fotomotive der Südinsel. Gleichzeitig dient der See als wichtiger Wasserspeicher für das Waitaki-Wasserkraftsystem.

Weitere Infos findest du auf der Website der Mackenzie Region

Unser erster Stopp war der Lake Pukaki Viewpoint direkt am See. Vom State Highway 8 bogen wir auf einen kleinen Parkplatz ab und hatten von dort einen wunderschönen Blick auf das türkisfarbene Wasser mit dem Aoraki / Mount Cook und den Gipfeln der Southern Alps im Hintergrund. Anschließend fuhren wir weiter zum Mt Cook Alpine Salmon Shop. Ich hatte bereits einiges darüber gelesen, denn hier soll es den wohl besten Lachs Neuseelands geben. Die Lachse wachsen direkt in den kalten und besonders klaren Gletschergewässern des Lake Pukaki auf.

Leider waren gerade mehrere Reisebusse angekommen und die Warteschlange war entsprechend lang. Außerdem fanden wir den Lachs doch ziemlich teuer. Ob das nun am berühmten Lake-Pukaki-Lachs oder einfach an der touristischen Lage lag, sei einmal dahingestellt. Wir entschieden uns jedenfalls dagegen und fuhren weiter.

Je näher wir dem Aoraki / Mount Cook kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Die Straße verlief nun fast durchgehend direkt am Westufer des Lake Pukaki entlang und immer wieder hatten wir spektakuläre Ausblicke auf den türkisfarbenen See. Natürlich hielten wir an mehreren Viewpoints an und ich machte unzählige Fotos. Allein diese Fahrt war schon ein absolutes Highlight und wir konnten uns kaum sattsehen. Schließlich erreichten wir den Eingang des Aoraki / Mount Cook National Parks.

Aoraki/Mount Cook National Park – Heimat des höchsten Berges Neuseelands

Der Aoraki/Mount Cook National Park liegt im Herzen der Südalpen auf der Südinsel Neuseelands und gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltnaturerbe „Te Wāhipounamu“. Auf einer Fläche von rund 700 Quadratkilometern umfasst der Nationalpark mehr als 140 Gipfel über 2.000 Meter sowie zahlreiche Gletscher, darunter den Tasman Glacier – den größten Gletscher Neuseelands.

Namensgeber des Nationalparks ist der Aoraki/Mount Cook, der mit 3.724 Metern der höchste Berg Neuseelands ist. Seinen Doppelnamen verdankt er der Geschichte des Landes: „Aoraki“ stammt aus der Sprache der Māori und bedeutet sinngemäß „Wolkendurchbohrer“. Der Name „Mount Cook“ wurde im 19. Jahrhundert zu Ehren des britischen Seefahrers James Cook vergeben.

Der Nationalpark ist ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Zu den bekanntesten Wanderungen zählen der Hooker Valley Track, der Tasman Glacier View Track und der Sealy Tarns Track. Mit seinen schneebedeckten Gipfeln, türkisfarbenen Gletscherseen und weitläufigen Tälern zählt der Aoraki/Mount Cook National Park zu den eindrucksvollsten Landschaften Neuseelands.

Schon die Fahrt auf dem State Highway 80 in Richtung Aoraki/Mount Cook ist ein Erlebnis. Der höchste Berg Neuseelands rückt mit jedem Kilometer näher und bildet gemeinsam mit dem türkisblauen Lake Pukaki eine der schönsten Panoramastraßen des Landes.

Unser Tipp: Plant für die Fahrt ausreichend Zeit ein. Entlang der Strecke gibt es mehrere Aussichtspunkte, an denen sich ein Stopp lohnt und die immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Lake Pukaki und den Aoraki/Mount Cook bieten.

Weitere Informationen findest du auf der Website der Mackenzie Region oder auf der offiziellen Website des Department of Conservation (DOC)

Leider zog während der Weiterfahrt zum Campground ein Gewitter auf und der höchste Berg Neuseelands versteckte sich immer wieder hinter dichten Wolken. Trotzdem war die Stimmung durch das wechselnde Licht und die tief hängenden Wolken irgendwie beeindruckend. Wir fuhren am Mount Cook Village vorbei bis ganz nach hinten zu den Parkplätzen, an denen mehrere Wanderungen beginnen. Dort befindet sich auch der White Horse Hill Campground, auf dem ich glücklicherweise bereits vor einigen Wochen zwei Nächte reserviert hatte. Gerade in der Hauptsaison ist dieser Campground häufig ausgebucht, da er der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen wie den Hooker Valley Track oder den Kea Point Track ist.

Da an diesem Abend noch einige Stellplätze frei waren, konnten wir uns in Ruhe einen schönen Platz aussuchen. Kurz zeigte sich sogar noch einmal die Sonne, allerdings hatte es inzwischen deutlich abgekühlt und wir konnten nicht mehr draußen sitzen. Als es wenig später erneut zu regnen begann, machten wir es uns im Camper gemütlich, kochten uns noch etwas Leckeres und ließen den Tag entspannt ausklingen. Morgen sollte es dann endlich zu unserer Wanderung im Aoraki / Mount Cook National Park gehen und darauf freuten wir uns schon den ganzen Tag.

Unsere Unterkunft im Aoraki/Mount Cook National Park

White Horse Hill Campground

Der White Horse Hill Campground ist ein wunderschön gelegener DOC-Campingplatz am Ende der Hooker Valley Road und nur etwa 2,5 Kilometer vom Aoraki/Mount Cook Village entfernt. Er ist über den großen Parkplatz am White Horse Hill erreichbar und verfügt über 72 Stellplätze ohne Stromanschluss.

Der Campingplatz ist der ideale Ausgangspunkt für den Hooker Valley Track, den Kea Point Track sowie weitere Wanderungen im Aoraki/Mount Cook National Park. Viele Touren beginnen direkt am Parkplatz.

Zur Ausstattung gehört ein Gebäude mit Kochmöglichkeiten, Frischwasser sowie sehr saubere Toiletten mit Wasserspülung. Duschen gibt es jedoch nicht.

Da der Campingplatz das ganze Jahr über sehr beliebt und häufig ausgebucht ist, solltest du deinen Stellplatz unbedingt frühzeitig im Voraus reservieren.

Wir haben für die Übernachtung 20 NZD pro Person bezahlt.

 

Weitere Infos auf der Website

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