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Große Reisegruppe sitzt gemeinsam an einer langen Tafel beim Abendessen in einem Restaurant in Valencia.

Sonne, Meer und ein 

unvergesslicher Abend in Valencia


Reisedatum 26.07.2026

Da der Tag gestern auch wieder lang war, schliefen wir erst einmal gemütlich aus und trafen uns anschließend mit einem Teil der anderen zum gemeinsamen Frühstück. Leider hieß es heute auch schon zum ersten Mal Abschied nehmen, denn einige mussten bereits am Morgen ihre Heimreise antreten. Irgendwie schade, schließlich waren wir erst seit Freitag endlich alle komplett gewesen.

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Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal zurück ins Hotel, holten unsere Badesachen und zogen uns um. Heute stand nämlich ein ganz toller Programmpunkt auf dem Plan: Wir wollten gemeinsam mit den anderen mit einem Katamaran vor der Küste Valencias unterwegs sein.

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Mit dem Uber fuhren wir zur Marina de València, wo wir uns mit dem Rest unserer Gruppe trafen. Von hier startete unsere Tour mit einem Katamaran von Mundo Marino. Die Tour führte entlang der Küste Valencias hinaus aufs Mittelmeer und beinhaltete neben einem Badestopp auch eine Paella an Bord.

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Als wir den Hafen verlassen hatten, wurde es leicht windig, was es auf dem Boot angenehm machte. Es war wieder unglaublich heiß und die Sonne schien vom blauen Himmel, sodass der Fahrtwind richtig guttat. Wir suchten uns einen schönen Platz auf dem Katamaran und genossen einfach die Fahrt und die gemeinsame Zeit. Irgendwann ankerten wir draußen auf dem Meer und wer wollte, konnte direkt vom Katamaran ins Wasser springen. Ich bin bei so etwas ja eher etwas ängstlich, weil ich nicht sehe, was unter mir ist. Da aber schon so viele von uns im Wasser waren, überwand ich mich schließlich doch und sprang ebenfalls hinein. Das Meer war allerdings so warm, dass es nicht wirklich eine Abkühlung war. Dazu war es ziemlich wellig, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

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Nach einer Weile kletterten wir wieder zurück an Bord. Inzwischen gab es auch etwas zu essen und wir ließen uns die Paella schmecken. Anschließend suchten wir uns wieder einen Platz in der Sonne und wer wollte, konnte auch noch einmal ins Wasser springen. Wir genossen die Zeit und ich hätte es so durchaus noch eine Weile aushalten können. Leider mussten wir dann langsam die Rückfahrt antreten und nach rund drei Stunden erreichten wir wieder den Hafen von Valencia. Hier hieß es dann wieder Abschied nehmen, denn zwei weitere ehemalige Gastschüler machten sich auf den Heimweg und unsere große Reunion-Runde wurde langsam immer kleiner.

Mit dem Uber fuhren wir zurück zum Hotel, zogen uns um und machten uns wenig später wieder auf den Weg in die Stadt. Dort trafen wir die anderen und liefen gemeinsam in Richtung Paseo de la Alameda, denn am Abend fand dort eines der bekanntesten Feste der Gran Fira de València statt: die Batalla de Flores.

Batalla de Flores – Valencias große Blumenschlacht

 

Die Batalla de Flores, die „Blumenschlacht“, ist einer der traditionsreichsten und farbenprächtigsten Höhepunkte der Gran Fira de València. Sie findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Juli auf dem Passeig de l’Albereda statt und bildet den festlichen Abschluss der großen Sommerveranstaltungsreihe.

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Die Tradition reicht bis ins Jahr 1891 zurück. Damals wurde die erste Blumenschlacht nach dem Vorbild großer Blumenfeste, wie sie beispielsweise im französischen Nizza gefeiert wurden, veranstaltet. Seitdem gehört sie fest zum valencianischen Veranstaltungskalender.

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Im Mittelpunkt stehen die mit Blumen prächtig geschmückten Festwagen, auf denen unter anderem die Falleras in ihren traditionellen valencianischen Trachten durch die Straßen ziehen. Doch nach dem eigentlichen Umzug beginnt der Teil, der die Batalla de Flores so besonders macht: Zwischen den Teilnehmern auf den Wagen und den Zuschauern am Straßenrand werden riesige Mengen gelber und orangefarbener Nelken hin- und hergeworfen. Die Frauen auf den Festwagen schützen sich dabei mit dekorierten Tennisschlägern vor den fliegenden Blumen.

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Für die Blumenschlacht wurden mehr als 1,2 Millionen Nelken (clavellons) auf Feldern rund um Valencia angebaut. Allein diese unglaubliche Menge zeigt schon, welche Dimensionen dieses traditionelle Fest inzwischen angenommen hat.

Leider waren wir etwas spät dran und die besten Plätze entlang der Strecke waren schon längst belegt. So viele Menschen auf einem Fleck hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Trotzdem fanden wir noch einen Platz, von dem aus wir zumindest einigermaßen gut sehen konnten.

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Zunächst zogen die wunderschön geschmückten Wagen an uns vorbei. Einer war aufwendiger dekoriert als der andere und überall leuchteten die Blumen in den unterschiedlichsten Farben. Übrigens wurden sie nicht nur präsentiert, sondern auch von einer Jury bewertet und prämiert.

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Doch damit war die Batalla de Flores noch lange nicht vorbei. Bei der nächsten Runde begann der Teil, der dem Fest seinen Namen gab: die eigentliche Blumenschlacht. Unzählige Nelken flogen zwischen den Menschen auf den Wagen und den Zuschauern hin und her. Innerhalb kürzester Zeit war die Straße mit Blumen übersät und überall flogen die bunten Nelken durch die Luft. Ein ziemlich außergewöhnliches Spektakel und etwas, das ich vorher so noch nie gesehen hatte.

Nach der Batalla de Flores machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Susanna hatte wieder ein schönes Restaurant für uns ausgesucht und auch diesmal aßen wir hervorragend. Nach dem Trubel draußen tat es gut, eine Weile gemütlich zusammenzusitzen und gemeinsam zu essen.

Für uns war der Abend damit allerdings noch nicht zu Ende. Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Plaça de l'Ajuntament, denn dort sollte zum Abschluss der Gran Fira de València 2026 noch ein großes Feuerwerk stattfinden. Tatsächlich gehörten die Batalla de Flores am Paseo de la Alameda und das Feuerwerk um 23 Uhr auf der Plaça de l'Ajuntament zu den beiden großen Abschlussveranstaltungen der diesjährigen Gran Fira.

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Was uns dort erwartete, hatte ich allerdings nicht geahnt. Rund zehn Minuten lang wurde der Himmel über Valencia von einem riesigen Feuerwerk erhellt. Es knallte teilweise so laut, dass wir uns die Ohren zuhalten mussten. Eine Rakete folgte auf die nächste und zwischendurch war der ganze Himmel voller Farben. Ich habe wirklich schon viele Feuerwerke gesehen, aber so etwas hatte ich bisher noch nicht erlebt.

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Nach dem Feuerwerk hieß es leider wieder Abschied nehmen. Einige der ehemaligen Gastschüler und ihre Eltern flogen am nächsten Morgen nach Hause und so verabschiedeten wir uns von allen. Wir hatten noch einen kleinen Vorteil: Unser Flug ging erst am nächsten Abend und so blieb uns noch fast ein kompletter Tag in Valencia.​

Damit ging ein weiterer langer und erlebnisreicher Tag zu Ende. Vormittags waren wir noch gemeinsam auf dem Mittelmeer unterwegs gewesen, am Abend standen wir mitten in einer riesigen Blumenschlacht und zum Abschluss erlebten wir eines der beeindruckendsten Feuerwerke, die ich bisher gesehen hatte. Viel mehr hätte in diesen Sonntag wahrscheinlich auch nicht mehr hineingepasst.

© 2026 Stephie on Tour · Alle Fotos auf dieser Website: © Stephanie Zühlke, sofern nicht anders gekennzeichnet. Alle Rechte vorbehalten.

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