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Weitblick über Banff Townsite, Bow River und umliegende Rocky Mountains von einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt.

Kanada 2025 • Tag 20 • 
Tunnel Mountain Trail und

 Stadtbesichtigung von Banff


Reisedatum 28.07.2025

Heute schliefen wir erst einmal aus. In der Nacht hatte es heftig geregnet, und auch am Morgen zeigte sich das Wetter noch von seiner grauen Seite. Wir frühstückten gemütlich und planten dabei schon ein paar Dinge für die kommenden Tage.

Gegen Mittag wurde das Wetter etwas besser, und so fuhren wir direkt vom Campground in östlicher Richtung über die Tunnel Mountain Road. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Hoodoos Viewpoint. Vom Parkplatz aus war es nur ein kurzer Spaziergang bis zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Von dort hatte man einen herrlichen Blick über das Bow River Valley mit dem Fluss, den dichten Wäldern und den umliegenden Bergketten. Unmittelbar unterhalb der Aussichtsplattform konnte man die hellen Hoodoos – die turmartigen Formationen aus Sedimentgestein – gut erkennen. Sie sahen ganz witzig aus, waren aber im Vergleich zu den imposanten Formationen, die wir bei unserer Rundreise 2018 im Bryce Canyon im Westen der USA gesehen haben, eher unscheinbar. Wie liefen ein Stück am Weg entlang, machten ein paar Bilder und dann ging es wieder zum Ausgangspunkt.

Zurück am Camper fuhren wir zunächst ein Stück die Straße zurück und bogen dann an der Kreuzung nach links auf den Tunnel Mountain Drive. Diese Straße führte entlang des gleichnamigen Berges durch die wunderschöne Landschaft des Bow River Valley bis zum Surprise Corner Viewpoint. Unser nächster Halt war der Tunnel Mountain Trail, der direkt am Tunnel Mountain Drive begann. Hier gab es etwa zehn ausgewiesene Parkplätze, und viele Autos standen bereits am Straßenrand. Wir hatten Glück und fanden noch einen freien Platz. Von hier aus startete der Trail und der gesamte Weg führte stetig bergauf und schlängelte sich über zahlreiche Serpentinen den Berg hinauf. Es war beeindruckend, wie schnell man an Höhe gewann, und die Aussicht wurde mit jeder Kurve schöner. Immer wieder blieb ich stehen, um die Landschaft zu genießen und Fotos zu machen.

Nach gut zwei Kilometern erreichten wir schließlich den Gipfel und wurden dort mit einer fast 360-Grad-Rundumsicht belohnt. Von oben blickte man auf den Bow River, das Banff Springs Hotel, die Stadt Banff, den Golfplatz und das Bow Valley. Einige Bäume versperrten zwar stellenweise den Blick, doch man konnte dennoch in jede Richtung schauen. Die Aussicht war traumhaft, und vor allem die Weite der Landschaft faszinierte mich. Wir liefen auf dem Gipfel zu verschiedenen Aussichtspunkten, machten Fotos und als wir genug gesehen hatten, traten wir den Rückweg an. Der Abstieg ging natürlich deutlich schneller, da es nur bergab ging. Leider setzte nun wieder Regen ein, und wir hatten keine Regenjacken dabei. Zum Glück war der Schauer nicht allzu stark, sodass wir zwar nass, aber nicht völlig durchnässt unten ankamen.

Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass es sich um eine kurze und einfache Wanderung handelt. Tatsächlich war der Weg technisch leicht zu gehen, da es keine Kletterstellen oder schwierigen Passagen gab. Trotzdem mussten fast 300 Höhenmeter auf einer Strecke von 2,2 Kilometern überwunden werden. Es ging also durchgehend bergauf, und ein bisschen Kondition sollte man schon mitbringen.

Nach der Wanderung fuhren wir noch in die Stadt. An der Train Station gab es einen großen Parkplatz, der extra für Camper war. Von dort waren wir dann in wenigen Minuten mitten in Banff. Wir spazierten gemütlich durch die Stadt und entlang der Banff Avenue, die teilweise als Fußgängerzone ausgewiesen ist. Hier reihten sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants aneinander – Shoppen und Genießen mit der Kulisse der majestätischen Berge im Hintergrund. Wir fanden eine süße kleine Bäckerei, das Wild Flour Bakery Café , in dem es köstliche Cinnamon Rolls und Kaffee gab. Wenn ihr in Banff seid, müsste ihr hier unbedingt vorbeischauen. Im Anschluss schlenderten wir weiter durch die Straßen, schauten kurz im Visitor Centre vorbei, stöberten in Souvenirläden und gönnten uns zum Abendessen eine Poutine. Auch beim zweiten Versuch hat es uns nicht wirklich geschmeckt und wir werden einfach keine Freunde.

Zum Abschluss fuhren wir noch Lebensmittel einkaufen, denn unsere Vorräte waren fast aufgebraucht. Auf dem Rückweg zum Campground gab es ein heftiges Gewitter, und als wir ankamen, spannte sich ein riesiger Regenbogen über den Himmel – ein kompletter Bogen, wie ich ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte, in leuchtenden Farben. Wow, das sah wirklich fantastisch aus. Alle sind aus ihren Campern gekommen, um das zu fotografieren. Das war wirklich ein toller Anblick. Durch das Gewitter hatte es leider stark abgekühlt, und so machten wir es uns im Camper gemütlich und ließen den Tag entspannt ausklingen.

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